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Im Kurpark wär's fast ein wenig eng geworden

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Max Kern (rechts) und Günter Wimmer – ein spontanes Duo, das »ungeprobt« die Besucher mit drei Liedern erfreute. (Foto: H. Eder)

Waging am See – Beinahe wäre es eng geworden im Kurpark beim Filmabend »Willkommen bei den Hartmanns«. Als Organisator Günter Wimmer die Besucherzahl nannte, war sie rekordverdächtig.


1120 Leute wollten den Film sehen, Musiker Max Kern hören oder einfach die Picknick-Atmosphäre genießen. Eine weitere Attraktion war ein Minikonzert mit drei Liedern von Max Kern zusammen mit Günter Wimmer – ungeprobt. Es gab viel Applaus für dieses spontane Gesangs-Duo mit zwei Gitarren. »One« von U2, »I'm leaving on a Jet plane« von John Denver und »Dass du das Beste für mich bist« von den Sportfreunden Stiller: Das war das Kurzprogramm der beiden.

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Zuvor hatte Kern die Besucher allein unterhalten mit einem Dutzend Liedern. Sein Programm begann erst eine halbe Stunde später als vorgesehen, weil sich die langen Schlangen an der Kasse immer noch nicht aufgelöst hatten. Kern sei »eine feste Größe in Waging«, sagte Wimmer, nicht nur an den Filmtagen. Er ist auch regelmäßig im »Bacchus« zu Gast, das nächste Mal voraussichtlich am 12. August.

Kerns Repertoire sind die leisen Lieder eher älteren Datums. So begann er mit Songs wie »The Boxer« von Simon & Garfunkel, Leonard Cohens »Hallelujah« oder Hubert von Goiserns »Weit, weit weg«. Weiter waren Titel von Oasis, Doobie Brothers, Johnny Nash oder den Sportfreunden Stiller zu hören. Mit viel Einsatz, stimmlich ebenso wie an Gitarre, Mundharmonika, Trommel und Becken, trug er sein Programm vor.

Natürlich genossen die Besucher auch die Picknick-Atmosphäre, das Ratschen, das mitgebrachte Essen oder auch die Versorgung an den Ständen. Das Ambiente tat ein Übriges, den Abend zu einem Riesenerfolg werden zu lassen. Die sommerliche Hitze klang allmählich ab und sorgte für eine laue Sommernacht. Dazu der fast volle Mond, Musik und Film sorgten für einen wunderschönen Abend.

Die Probleme der Film-Familie Hartmann eskalierten herrlich, als Mutter Angelika gegen den Willen ihres Mannes beschloss, den Flüchtling Diallo aufzunehmen. Inmitten aller Turbulenzen des normalen Wahnsinns im Zuge des großen Zuzugs von Asylsuchenden, aber auch im Zuge persönlicher, mehr oder minder erfolgreicher Reifungsprozesse wurde dann letztlich doch die Hoffnung erfüllt, dass die Familie ihre Stabilität, Zuversicht und ihren Frieden wiederfindet.

Günter Wimmer zog denn auch bescheiden Bilanz: »So schlecht war's ja gar nicht gestern.« Eine echte Untertreibung, waren doch in der bislang neunjährigen Historie der Waginger Filmtage bei rund 70 Vorstellungen erst ein einziges Mal mehr Leute gekommen als diesmal. he