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Im Dezember war es oft neblig

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15 Nebeltage gab es im Dezember 2016 in Traunstein. Das ist Rekord.

Traunstein – Die Durchschnittstemperatur lag im Dezember in Traunstein bei 1,4 Grad. Das ist ein Grad wärmer als durchschnittlich seit 1974 an der Wetterstation am Traundamm gemessen. Der wärmste Dezember war 2015 mit einer durchschnittlichen Temperatur von 4,3 Grad, der kälteste Dezember war 1991 mit minus 3,7 Grad im Mittel.


Im Dezember 2016 gab es 20-mal Nachtfrost, allerdings lagen die Temperaturen dabei immer im einstelligen Minusbereich. Der Durchschnitt liegt bei 21 Tagen und viermal zweistellige Minus-Temperaturen. 1991 gab es jede Nacht Frost, dagegen 1993 und 1994 nur zehnmal. 1991 sanken die Temperaturen auch neunmal in den zweistelligen Minus-Bereich, aber seit 1974 gab es auch zwölf Jahre, an denen die Temperaturen immer nur im einstelligen Minus-Bereich lagen.

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Dauerfrost, also Frost auch am Tag, gibt es im Dezember an durchschnittlich sechs Tagen. 2016 gab es nur an zwei Tagen Dauerfrost. Auch hier liegt der Dezember 1991 an der Spitze mit 16 Tagen Dauerfrost. Es gab aber auch Jahre, an denen die Temperaturen tagsüber nie im Minus-Bereich lagen, so zum Beispiel im Jahr 2015. Dass es am Tag zweistellige Minuswerte gibt, ist selten, aber hier brachte es der Dezember 1996 auf zwei Tage bis zu minus zwölf Grad.

In der Silvesternacht hatte es minus 7,7 Grad

Die kälteste Nacht war diesen Dezember am 31. mit minus 7,7 Grad, die wärmste Nacht war am 26. Dezember mit 6,4 Grad. Der wärmste Tag war auch am 26. mit 13,9 Grad und der niedrigste Tageshöchstwert wurde am 21. Dezember mit minus 0,6 Grad gemessen. Die Rekordwerte sind wie folgt: kälteste Nacht mit minus 18 Grad am 14. Dezember 2001; wärmste Nacht mit zwölf Grad am 25. Dezember 2013; wärmster Tag mit 18 Grad am 9. Dezember 1982 und – wie bereits oben erwähnt – kältester Tag mit minus zwölf Grad am 10. Dezember 1996.

Mit 18 Tagen, an denen die Sonne schien, lag der Dezember 2016 drei Tage über dem Durchschnitt von 15 Tagen. 2013 gab es 29 Tage und 1995 nur drei Tage mit Sonnenschein. Niederschläge gab es diesmal nur an sechs Tagen – das ist ein neuer Niedrigrekord. Es schneite im Dezember 2016 nur an einem Tag. Der Durchschnitt liegt bei 15 Tagen mit Niederschlag und acht Tagen mit Schneefällen.

Die meisten Niederschlagstage gab es im Dezember 1982 und 2001 mit 21 Tagen, die meisten Tage mit Schneefall, nämlich 18, gab es 2010. 2015 fiel im Dezember überhaupt kein Schnee. Im Dezember 2016 war es so neblig wie noch in keinem Dezember: 15 Nebeltage sind ein neuer Rekord. Der langjährige Durchschnitt liegt bei fünf Tagen. Es gab aber auch Jahre, zum Beispiel 2008, wo es keinen Nebel gab.

Augenscheinliche Wetteränderung

Es gab zwar auch früher immer wieder »grüne Weihnachten«, aber es ist schon auffallend, wie extrem sich das Wetter in den vergangenen Jahren geändert hat. Es wird grundsätzlich wärmer, die starken Minus-Temperaturen bleiben aus. Schneefälle sind eher selten und die Zeit der nebligen und trüben Tage verschiebt sich mehr und mehr vom November in den Dezember.

Zum Schluss noch eine Bauernregel: »Geht Barbara im Grünen, kommt's Christkind im Grünen.« Eine erste wage Prognose, ob es weiße Weihnachten gibt, lässt sich mit Hilfe dieser Bauernregel also bereits zum Monatsbeginn machen: Liegt nämlich um den Barbaratag (4. Dezember) noch kein Schnee, dann gibt es im (nördlichen) Deutschland mit 57-prozentiger Wahrscheinlichkeit auch an den Weihnachtsfeiertagen keinen Schnee. Diesmal traf diese Bauernregel auch für uns zu. HM