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»Ihr seid die wichtigste Stütze in unserem Land«

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Beim Totengedenken gedachten die Teilnehmer allen Förderern und Einsatzkräften.

Waging am See – Ganz im Zeichen des Festumzugs samt Feldgottesdienst stand der gestrige Sonntag in Tettenhausen, wo die Freiwillige Feuerwehr ihr 125-jähriges Bestehen groß feierte.


Über 80 Vereine samt Kapellen und Fußgruppen waren in das kleine Dorf gekommen und sorgten für ein farbenfrohes und stimmungsvolles Treiben.

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Am Festzelt stellte sich am Sonntagmorgen der Zug auf, dann ging es gemeinsam zur Fuchsn-Kapelle hinauf, wo die Messe gefeiert wurde. Kreisbrandrat Christof Grundner sprach seine Glückwünsche aus. »Ihr seid die wichtigste Stütze in unserem Land.« Tag und Nacht stehen die Kameraden bereit, um ihren Dienst am Mensch und Tier zu tun, die in Not geraten sind.

In der Messe sagte Pfarrer Dengler: »Wenn wir nachts die Feuerwehr hören, so denken wir daran, was wohl wieder passiert sei, drehen uns dann wieder im Bett um und schlafen weiter, während die Feuerwehr zur Hilfe eilt und bis zur Erschöpfung im Einsatz ist.« Seit 125 Jahren sei die Feuerwehr Tettenhausen bereit zu helfen. Die Einsatzkräfte lassen ihre Hilfe jedem zukommen und fragen nicht lange, sondern handeln einfach.

Der Höhepunkt war schließlich der lange, prächtige Festumzug durchs Dorf und schließlich zurück zum Festzelt. Dort wurde noch gemütlich beieinandergesessen und die Musikkapelle Jung-Ottinger spielten die Gäste schließlich zum Endspurt hinaus.

Am Samstag fand noch der Festabend statt. Beim Totengedenken wurde allen Förderern und Einsatzkräften der Wehr gedacht, die es sich zum Ziel machten, in Not geratene Mitmenschen zu helfen, Leben und Sachwerte zu retten und zu schützen. »Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr« so laute damals wie heute der Grundsatz. Aber auch an die 13 jungen Frauen aus Tettenhausen wurde gedacht, die während der Kriegszeit ihre Männer bei den Einsätzen vertreten mussten.

Im Namen der Freiwilligen Feuerwehr legte Vorstand Ludwig Patz zum Zeichen der Verbundenheit mit den verstorbenen und gefallenen Kameraden einen Kranz nieder. Niemals sollen sie vergessen sein. Josef Huber und Willi Obermayer gestalteten den Gottesdienst. Der Tettenhausener Frauenchor mit Kirchenchor sang das »Vater unser« mit der Melodie des »Gefangenchor« aus einer Oper Nabucco von Giuseppe Verdi – zur freudigen Überraschung der Gäste. Nach dem Totengedenken zog der gesamte Ehrenzug mit Musik wieder ins Festzelt zurück um einen gemütlichen Abend mit der Tenglinger Musikkapelle zu verbringen. Eine kleine Finanzspritze für die Fahne überreichte Bürgermeister Herbert Häusl schließlich noch Vorstand Ludwig Patz.

Auch das schönste und größte Fest in der Waginger Region geht leider mal zu Ende. Die Feuerwehr Tettenhausen organisierte das Fest bis aufs Detail und die Verantwortlichen sind mit dem Ergebnis hochzufrieden. Aber froh sind sie trotzdem, dass die ganze Aufregung endlich vorbei ist. soj