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»Ihr bietet alles, was das Herz begehrt«

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Bei  der  Anbietergemeinschaft  »Urlaub  auf  dem Bauernhof«  gab es nun einen Generationenwechsel. Der neuen Vorstandschaft  gehören Thomas Reitmaier (von links), Monika Breitenlohner, Angela Maier, Gabi Buchöster, Rosi Holzner, Matthias Untermayer, Jakob Sichler und Sepp Zeller an. (Foto: Flug)

Bergen – Einen geplanten Generationenwechsel gab es in der Vorstandschaft der Anbietergemeinschaft »Urlaub auf dem Bauernhof« im Chiemgau. Schon im Vorfeld war bekannt, dass Vorstand Matthias Untermayer nach zehn Jahren nicht noch einmal für das Amt kandidiert.


Zum neuen Vorstand wurde bei der Mitgliederversammlung im Festsaal Bergen Thomas Reitmaier gewählt. Seine Stellvertreterin ist Angela Maier. Als sechs Beisitzer wurden Monika Breitenlohner, Gabi Buchöster, Rosi Holzner, der bisherige Vorstand Matthias Untermayer, Jakob Sichler und Sepp Zeller gewählt.

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»Wie ihr euch bedient, ist eure Entscheidung«

Auf seine langjährige Arbeit blickte der scheidende Vorstand Matthias Untermayer zurück. Die Anbietergemeinschaft habe nie aus dem Vollen schöpfen können. Trotzdem habe sie sich mit den Produkten für ihre Mitglieder durchgesetzt und erfolgreich platziert. Untermayer erinnerte an die erste Internetseite und an die Anfänge der Zusammenarbeit mit der Region Chiemsee-Wendelstein. Er erinnerte an die Entwicklung der Marken »Urlaub auf dem Bauernhof« und »Hausgemachtes vom Bauernhof«. Ferner zeigte er die Gastgeberverzeichnisse und sprach über die Imagekampagnen der Anbietergemeinschaft. Zusammengefasst sieht Untermayer das Angebot als einen Werkzeugkoffer. »Wie ihr euch bedient, ist eure Entscheidung.« Er ist sich sicher: »Wer sich viel bedient, ist weit vorn.«

Den Vorteil der Gemeinschaft sieht Untermayer weiter abseits von Werbung und Prospekten. Im Vordergrund steht für ihn die Zusammenarbeit in der Gemeinschaft. Aus der ziehe jeder seine Ideen. Erfolgreich sei der, der seine Stärken sehe, und sich darauf spezialisiere. Dieses Angebot gelte es, selbstbewusst zu vertreten. So beweise sich die Wahrheit, dass »jeder den Gast bekommt, den er verdient«.

Geschäftsführer Raphael Röckenwagner erstattete den Geschäftsbericht. 124 Mitgliedsbetriebe stünden für die Anbietergemeinschaft. Auf dem Weg ihnen »volle Betten und gute Preise« zu bieten, habe die Anbietergemeinschaft die Mitglieder mit Informationen versorgt, Fortbildung ermöglicht und gemeinsame Werbung unternommen. Verschiedene Fortbildungsveranstaltungen hat die Anbietergemeinschaft unternommen: Sie besuchte Vorzeigeobjekte aus den eigenen Reihen. Zusammen mit der Region Chiemsee-Wendelstein entsteht der Gastgeber-Katalog. Auch Messewerbung bringe den Mitgliedern Erfolge.

Mitgliedsbeiträge werden nicht erhöht

Dass das alles kostet, bewies Röckenwagner mit dem Haushaltsabschlussbericht 2015. Mit jeweils rund 30 000 Euro sind die Internetauftritte, Messen und Kataloge einerseits, die Personalkosten andererseits jeweils die größten Positionen. Mit den Einnahmen aus Katalog und Internet, Mitgliedsbeiträgen, Gebühren für Dienstleistungen und einem Zuschuss des Landkreises gelingt ein ausgeglichener Haushalt, sagte Röckenwagner. Er stellte den Haushaltsvoranschlag für das laufende Jahr vor. Der lehnt sich an die bisherigen Zahlen an. Nachdem in der letzten Versammlung der Beitrag erhöht worden ist, soll es beim bisherigen Mitgliedsbeitrag bleiben.

Die Mitglieder waren sich völlig einig: Die Aufnahme der Anbietergemeinschaft »Urlaub auf dem Bauernhof« Rupertiwinkl-Berchtesgaden in die Werbegemeinschaft mit der Region Chiemsee-Wendelstein könne nur Vorteile bringen. Die hatte deren Vertreterin Brigitte Kuprian in einem Vortrag dargestellt. Der scheidende Vorstand Untermayer sieht Vorteile, weil Natur, Landschaft und Motive aus deren Region die bisherige Werbung aufpeppten.

Wie sich die Arbeit der Anbietergemeinschaft mit der des Landesverbands abrundet, zeigte Gerda Walser vom Landesverband. Chiemgau-Tourismus-Geschäftsführer Stefan Semmelmayr lobte die gute Zusammenarbeit. Deren Ziel müsse sein, die gemeinsamen Themen gemeinsam abzuarbeiten. Größtes Ziel in der Werbung für die Region ist die Identität beziehungsweise Authentizität der Anbieter. Die könne nicht von Tourismusmanagern entworfen und geplant werden. Die entstehe aus den einzelnen Betrieben im unmittelbaren Kontakt mit den Gästen.

»Ihr müsst euch wandeln und auf dem Weg bleiben«

Resi Schmidhuber als Stellvertretende Landrätin rief auf, mit Selbstbewusstsein zum Erfolg zu kommen. Der Tourismus unterliege einem Wandel, der ständige Anpassung erfordere. »Ihr müsst euch wandeln und auf dem Weg bleiben.« Seid selbstbewusst, riet sie: »Ihr bietet alles, was das Herz begehrt.« Umrahmt war die Veranstaltung von einer kleinen Messe von Tourismusanbietern – hauptsächlich mit Angeboten aus der Region. lukk

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