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IG gegen Güterterminal bleibt aktiv

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Teisendorf. Trotz der vorherrschenden Meinung in der Bevölkerung, dass sich das Thema zumindest in Teisendorf erledigt hat, war das Interesse an der Hauptversammlung der Interessengemeinschaft (IG) gegen die Errichtung eines Güterterminals in der Gemeinde groß. In der Versammlung im Gasthof Huber in Straß brachten die Mitglieder klar zum Ausdruck, dass auch in Zukunft eine starke IG gegen die Pläne des Terminals Teisendorf nötig sei.


Der geplanten Aussetzung der Mitgliedsbeiträge wurde ein klares Nein entgegengebracht: Die Mitgliederversammlung sprach sich einstimmig für eine Beibehaltung des Jahresbeitrags von 10 Euro pro Mitglied aus. Auch die angedachte Aussetzung der jährlichen Hauptversammlung, wofür die Satzung hätte geändert werden müssen, wurde einstimmig abgelehnt.

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Vorsitzender Klaus Richter gab einen Überblick über die Aktionen im vergangenen Jahr. Bei drei Vorstandssitzungen habe man über keine sachlich neuen Aspekte diskutieren können. Den Stand der Dinge beschrieb Richter wie folgt: Die Investoren Eurogate und Kloiber würden weiter am Standort Teisendorf festhalten. Teisendorf sei für sie dem Standort Traunstein vorzuziehen.

Beide Firmen würden Richters Informationen zufolge im Moment allerdings kein Raumordnungsverfahren beantragen. Es fehle dafür die Unterstützung der Landes- und Bundespolitik. Im Moment warte die Politik offensichtlich die Wahlen im Herbst ab.

Das Eisenbahnbundesamt habe laut Richter klar zum Ausdruck gebracht, dass zwar ein Förderantrag der Investoren vorliege, dieser aber ohne ein beantragtes Raumordnungsverfahren nicht bearbeitet werde. »Also wird auch hier abgewartet«, so Richters Fazit. Das Eisenbahnbundesamt habe weiter mitgeteilt, dass für den Standort Hufschlag in der Gemeinde Surberg eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben wurde. Hier gebe es aber auch noch keine Ergebnisse.

Für den geplanten Containerterminal in Burghausen liefen bereits die ersten Baumaßnahmen. »Im Moment sind die Rodungsarbeiten voll im Gang«, so Richter. Es gebe allerdings dort für das Terminal noch keinen verbindlichen Betreiber.

Beim Terminal Traunreut der Firma BSH (Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH) seien die Umbauarbeiten abgeschlossen. Das Terminal arbeite bereits. Auch hier könnten Dritte Container abfertigen, die Nachfrage sei aber sehr gering.

Klaus Richter meinte, dass der Terminalstandort Teisendorf nicht erledigt sei. Die Sache ruhe zwar, aber im Untergrund werde weiter mit diesem Standort geplant. Eine weitere Aktivität der IG sei daher unbedingt notwendig. Nach dem Bericht von Kassenwart Willi Bayer und der Kassenprüfer wurde der gesamte Vorstand einstimmig entlastet. vm