weather-image
20°

Idee für den Schmugglerweg nimmt Form an

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Der Schmugglerweg mit seinen Höhepunkten entlang der Strecke wurde von Schlechings Bürgermeister Josef Loferer, Vizebürgermeister aus Kössen, Reinhold Flörl, und Gerd Erharter, Obmann des Tourismusverbands Kaiserwinkel (von links), vorgestellt. (Foto: Wunderlich)

Schleching – Das grenzüberschreitende Projekt »Schmugglerweg – Klobensteinschlucht« von Bayern nach Tirol wurde bei einer Pressekonferenz in Schleching vorgestellt. Ziel sei es, ein umsetzbares Konzept für eine überregional bedeutsame, wandertouristische Infrastruktur im Durchbruchstal der Tiroler Ache zwischen Schleching und Kössen zu entwickeln, so Bürgermeister Josef Loferer. Zu berücksichtigen seien dabei die besonderen ökologischen und landschaftlichen Qualitäten des Raumes. Die bestehenden Wege und Brücken sollten genutzt, aufgewertet und weiterentwickelt werden.


Ideen der Bürger flossen mit ein

Anzeige

Die Arbeitsgruppe, die bereits seit acht Monaten Ideen sammelt, besteht aus Vertretern der drei Projektpartner, den Gemeinden Schleching und Kössen, dem Tourismusverband Kaiserwinkel sowie dem Planungsbüro Revital. Ein weiterer wesentlicher Baustein seien die Anregungen und Ideen aus der Bevölkerung beider Gemeinden gewesen, betonte Bürgermeister Josef Loferer. Diese wurden bei einer öffentlichen Veranstaltung im letzten Oktober gesammelt, von der Arbeitsgruppe berücksichtigt und auf Umsetzbarkeit geprüft.

Mit dem Planungsbüro Revital sei ein guter Partner gefunden worden und auch für die Finanzierung sei durch die LEADER-Einbindung eine realistische Möglichkeit zur Umsetzung geschaffen worden, berichtete der Obmann des Tourismusverbands Kaiserwinkel, Gerd Erharter.

Unter dem Titel »Schmugglerweg-Klobensteinschlucht – Einzigartiges Canyonerlebnis zwischen Bayern und Tirol« stellten Klaus Michor (Geschäftsführer Revital) und Verena Hohenwarter (Projektleiterin Revital) die gemeinsam von den Partnern und der Bevölkerung entwickelten und zusammengeführten Details des Projekts vor. Zum Beispiel sollen die geologischen Besonderheiten der »Kössener Schichten« und die gefundenen »Gletschertöpfe« in der Schlucht mehr Beachtung finden, auch der natürliche Flusslauf mit den Schotterbänken – heute ebenfalls eine Seltenheit – soll mehr in den Fokus rücken und natürlich der legendenumrankte, gespaltene Felsstein mit der Wallfahrtskirche Maria Klobenstein.

»Wasser-Erlebnis« soll ausgebaut werden

Anhand eines Übersichtsplans wurde der Schmugglerweg mit neuen und alten Höhepunkten gezeigt. Besonders das »Wasser-Erlebnis« soll ausgebaut werden durch eine teilweise nähere Heranführung des Weges an die Ache. Aussichtspunkte in die Schlucht und eine zweite Hängebrücke sind vorgesehen. Der Weg beginnt und endet in den Ortszentren.

Auf die Frage, wie denn die Wanderer wieder zurückkommen, antwortete Bürgermeister Loferer, dass das mit dem öffentlichen Nahverkehr möglich sein müsse. Es sei ein großes Thema, an dem noch intensiv gearbeitet werde. Eine weitere Frage ging um die Höhe der Kosten des Projekts. Sie werden rund eine Million Euro betragen, die als förderungswürdig eingestuft werden. Zum Zeitplan hieß es, dass 2017/18 noch Planungsphase sei, bevor etwa im Herbst 2018 mit dem ersten Spatenstich zu rechnen ist. Der Schmugglerweg soll ein reiner Wanderweg bleiben. Für einen Radweg von Schleching nach Kössen werden andere Möglichkeiten überlegt.

Nach der Pressekonferenz fand die zweite Öffentlichkeitsveranstaltung zu diesem Thema statt, über die wir gesondert berichten werden. wun