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»Idealfall der Haushaltsplanung«

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Eine  anspruchsvolle  Straßenbaumaßnahme  steht  heuer  auf  dem Programm: der Ausbau des Voitswinkler Bergs. Foto: H. Eder

Wonneberg – Einstimmig verabschiedet hat der Gemeinderat Wonneberg den Haushalt 2017, dem Kämmerer Bernhard Kraus das Prädikat »Idealfall der Haushaltsplanung« verliehen hatte. Denn, so Kraus, »der Verwaltungshaushalt schließt mit einem Einnahmeplus ab, und der Vermögenshaushalt sieht keine Darlehensaufnahmen vor«.


Zudem ist die Gemeinde, wie Bürgermeister Martin Fenninger betonte, schuldenfrei: »Die Pro-Kopf-Verschuldung beträgt null Euro.« Allerdings werden durch große Maßnahmen wie Breitbandausbau, Straßenbau in Voitswinkl sowie für die Planung von Kindergarten und -krippe die Rücklagen, die zum Jahresbeginn 312 000 Euro betragen haben, größtenteils wegschmelzen.

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Der Verwaltungshaushalt steigt auf 2,01 Millionen Euro an, der Vermögenshaushalt ist mit 1,6 Millionen Euro deutlich niedriger als im vergangenen Jahr. Die größten Ausgaben in diesem Jahr sind: 658 300 Euro für den Breitbandausbau (abzüglich 80 Prozent Zuschuss), 14 700 Euro für die Feuerwehr, 130 000 Euro für Oberflächensanierungen von Straßen, 270 000 Euro für den Straßenbau in Voitswinkl (Gesamtkosten 304 000 Euro), 27 000 Euro für den Bau des Gehwegs an der Pater-Bernhard-Straße, 47 000 Euro für die Erschließung des Baugebiets Weibhausen-Ost, 15 000 Euro für die Modernisierung der Straßenbeleuchtung, 163 000 Euro für den Kanalbau für St. Leonhard-West II, 25 000 Euro für den Kanalbau Enzersdorf und 30 000 Euro für den Kanalbau für die Erweiterung von Weibhausen Nord-Ost II.

80 000 Euro stehen für die Planung des neuen Kindergartens im Haushalt, weitere 50 000 Euro für die Planung eines Bürgersaals. Diese beiden Projekte stehen im Finanzplan der Gemeinde für die Jahre 2018 (Kindergarten: Schätzkosten bei rund 1,5 Millionen Euro) und 2020 (Bürgersaal: Ansatz gut eine Million Euro). Sollte der Kindergarten für 2018 eingeplant werden, so müsste die Gemeinde wohl ein Darlehen in der Größenordnung von 1,4 Millionen Euro aufnehmen. Bei all den Ausgaben im Verwaltungshaushalt bleibt noch ein Plus von 313 100 Euro, das dem Vermögenshaushalt zugeführt werden kann. Das sei eine ideale Situation, wie der Kämmerer urteilte: »Ein sehr anständiges Ergebnis«.

Gestiegen ist das Steueraufkommen der Gemeinde, das mit voraussichtlich 1,56 Millionen Euro auf einem neuen Höchststand landen wird, wie Kämmerer Kraus sagte: Grundsteuer A 33 000 Euro, Grundsteuer B 94 000 Euro, Gewerbesteuer 145 000 Euro, Einkommensteueranteil 646 500 Euro, Hundesteuer 1300 Euro, Schlüsselzuweisung 578 000 Euro, Grunderwerbsteuer 7100  Euro, Einkommensteuer-Ersatzleistung 50 200 Euro und   Umsatzsteuerbeteiligung 14 500 Euro. Bei diesen Beträgen gibt es laut Kämmerer Bernhard Kraus so gut wie keine Planungsunsicherheiten, die Einzelbeträge stünden alle schon so gut wie fest.

Zum Abschmelzen der Rücklagen im diesjährigen Haushalt merkte Bürgermeister Fenninger an, dass man seitens der Gemeinde zusehen müsse, diese wieder aufzufüllen: »Es sind oft Wünsche da, da muss man auch mal Nein sagen.« Gefreut hat sich Fenninger darüber, dass durch den verminderten Hebesatz die Kreisumlage um 11 200 Euro gesunken ist; diese beträgt aber immer noch die stolze Summe von 580 000 Euro. he