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Ideales Pilgerwetter für fast 2500 Wallfahrer

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In einem mehrere hundert Meter langen Zug zogen die Trachtler zur Wallfahrtskirche nach Maria Eck.

Siegsdorf – Mit idealem Pilgerwetter wurden die knapp 2500 Wallfahrer aus den Vereinen des Gauverbands I bei ihrer 67. Trachtenwallfahrt nach Maria Eck für ihr gemeinsames Glaubensbekenntnis belohnt.


Pünktlich um 9 Uhr setzte sich der lange Zug der Trachtler im Zentrum von Siegsdorf in Bewegung. 97 Vereinsfahnen sowie knapp 2500 Frauen und Männer, Buam und Dirndln schlossen sich dem Siegsdorfer Wallfahrerkreuz und der Gauvorstandschaft an und machten sich betend auf den langen Weg hinauf nach Maria Eck. Am Freialtar unterhalb des Klosters wurden die Wallfahrer und einige hunderte Besucher mit donnerndem Salut von den Weihnachtsschützen aus Ettenberg/Berchtesgaden empfangen.

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Bruder Franz vom Kloster Maria Eck und Gauvorstand Peter Eicher freuten sich, dass sich auch im Jubiläumsjahr »100 Jahre Patrona Bavaria« wieder so viele Trachtler auf den Weg gemacht hatten, und ihre Bitten, aber auch ihren Dank zur Gottesmutter Maria nach Maria Eck getragen haben.

Pfarrer Ernst Kögler aus Bad Feilnbach erinnerte die Trachtler in seiner Predigt an die Chiemgauer Bauern, die vor über 200 Jahren für ihren Glauben und ihre Heimat gekämpft und den Abriss der Wallfahrtskirche Maria Eck verhindert hatten. Mit dem Kernsatz des Evangeliums: »Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist – und Gott, was Gottes ist« rief er auf, gemeinsam für Glauben und Heimat einzutreten, selber in der Gesellschaft aktiv zu werden, und die Politik an die vor Jahrhunderten mühsam erkämpfte Trennung von Staat und Kirche zu erinnern. Musikalisch umrahmt wurde der festliche Wallfahrtsgottesdienst bestens von der Musikkapelle Nußdorf, die auch anschließend im Klosterbiergarten für Unterhaltung sorgte.

Zweiter Gauvorstand Sebastian Gasteiger blieb es vorbehalten, allen für die Teilnahme an diesem wichtigen Termin im trachtlerischen Jahreskreis des Gauverbands I zu danken. Besonders hob er die Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr Siegsdorf, der Polizei und des Rettungsdienstes sowie die Organisatoren aus dem Trachtenverein Siegsdorf um Vorstand Sepp Geisreiter hervor.

Gerade die dankbare Erinnerung an die verstorbenen, gefallenen und vermissten Mitglieder, die mit ihrer unbezahlbaren Arbeit die Grundlage der heutigen Brauchtumspflege geschaffen haben, sei ein wichtiges Anliegen dieser Wallfahrt, schloss Gasteiger, bevor sich die Fahnen beim Lied vom »Guten Kameraden« zum Gedenken senkten. FK