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»Ich wollte mir das beweisen«

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Um die Körperwärme zu erhalten, cremt sich Franz Wiesholler immer dick ein. (Foto: Humm)

Chieming – Er ist ein Konditionswunder: Franz Wiesholler, der im Oktober 88 Jahre alt wird, hat es am Samstag wieder geschafft. Er schwamm in Begleitung des Chieminger Wasserwachtsboots mit Bootsführer Markus Meier vom Seeufer beim Gasthaus Seehäusl zur Fraueninsel und brauchte für die acht Kilometer lange Strecke drei Stunden und 30 Minuten.


»Ich wollte mir beweisen, dass ich trotz meiner fast 88 Jahre dazu noch in der Lage bin«, stellte er nach kurzer Erholungspause bei der Ankunft auf der Fraueninsel mit Zufriedenheit fest. Er meinte jedoch, dass die Vorbereitung von Jahr zu Jahr immer mehr Zeit in Anspruch nehme. Franz Wiesholler fährt nahezu täglich Fahrrad, wandert viel, geht in den Wintermonaten regelmäßig ins Hallenbad, schwimmt meist ab Mai im Tüttensee und in den Sommermonaten fast täglich etliche Kilometer im Chiemsee. »Auch mit Gymnastik und bewusster Ernährung halte ich mich fit«.

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Der Ausnahmeschwimmer schwamm erstmals 1976 von Chieming aus zur Fraueninsel. »Ich bin mit heute bereits zum 14. Mal vom Ostufer des Chiemsees auf die Fraueninsel geschwommen«.

Vor dem Start cremt er sich immer zum Erhalt der Körperwärme dick ein. Dann ging es am Samstag bei 25 Grad in den See in Richtung Weitsee. Dort erwartete ihn das Wasserwachtsboot und begleitete ihn bis zum Anlegesteg der Fraueninsel.

Die acht Kilometer legte er bei günstigem Ostwind überwiegend im Kraulstil zurück und um sich zwischendurch zu erholen und neue Kräfte zu tanken, legte er sich immer wieder mal kurz auf den Rücken. Groß war das »Hallo« bei seiner Ankunft, denn Bekannte und Freunde kamen von Gstadt aus auf die Fraueninsel, um ihn zu empfangen. Mit dem Wasserwachtsboot ging es dann gemeinsam wieder zurück nach Chieming – diesmal ohne Anstrengung. OH

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