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Tobias Prinzhorn ist neuer Pfarrer in Haslach – »Ich bin hier sehr herzlich aufgenommen worden«

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Pfarrer Tobias Prinzhorn in »seiner« neuen Kirche in Haslach. (Foto: Reiter)

Traunstein – Den Ruf Gottes hat Tobias Prinzhorn früh gespürt, doch erst mit 37 Jahren wurde er zum Priester geweiht. »Es ist eine wunderschöne Aufgabe, die ich hier übernehmen darf«, sagt der neue Haslacher Pfarrer, der in Pemmering im Landkreis Erding aufgewachsen ist und zuletzt Kaplan in Partenkirchen war.


Als Jugendlicher klopfte Gott erstmals bei ihm an. Tobias Prinzhorn war 14 Jahre alt. Seine Oma war sehr gläubig und ging oft mit ihm in die Kirche. Als Ministrant wurde er vom Pemmeringer Pfarrer gefragt, ob er sich nicht vorstellen könnte, Priester zu werden. »Für mich war das damals überhaupt kein Thema«, sagt der heutige Pfarrvikar. »Mich hat die Frage zu dem Zeitpunkt überrascht – aber auch nie mehr so richtig losgelassen.«

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Tobias Prinzhorn macht nach dem Realschulabschluss eine Lehre als Mechaniker bei BMW. Er hat eine Freundin, doch eine gewisse Unruhe habe er immer gespürt. »Bei den Gottesdiensten habe ich besonders stark gemerkt, dass es mich dort hinzieht«, beschreibt Tobias Prinzhorn seine Gefühle.

Einen »letzten Abwehrversuch« – er lacht – habe er dann noch gemacht, als er mit 26 Jahren auf die Meisterschule ging. »In der Zeit wurde mir sehr klar, dass ich danach ins Priesterseminar gehen werde.«

Nach einem Vorkursjahr in Passau sei er – wie alle Spätberufenen in Deutschland – zum Studieren nach Lantershofen ins Bistum Trier gekommen. Tobias Prinzhorn war 30 Jahre alt. Vier Jahre dauerte das Studium. »Da hatte ich auch keine Zweifel mehr, dass das der richtige Weg für mich ist«, sagt der Pfarrer. »Mit 18 wäre ich nicht so weit gewesen.« Denn auch eine Familie hätte er sich immer gut vorstellen können. »Doch im Studium wurde für mich sehr deutlich, dass ich diesen Weg so einschlagen möchte.«

2016 wurde Tobias Prinzhorn im Freisinger Dom zum Priester geweiht – zusammen mit sieben weiteren künftigen Pfarrern. »Das war wunderschön. Es ist ein Privileg, in einem so großen Kreis geweiht zu werden.«

Pfarrer zu sein, sei eine »sehr vielseitige Aufgabe, die sehr erfüllend ist«, betont Tobias Prinzhorn. Nach vier Jahren als Kaplan in Partenkirchen sei er nun seit sechs Wochen in Haslach. »Ich bin hier sehr herzlich aufgenommen worden«, betont der 41-Jährige. »Ich freue mich sehr auf die Zeit hier in Traunstein.«

Tobias Prinzhorn hält in Haslach vier Gottesdienste in der Woche. Außerdem unterstützt er zusammen mit den Pfarrern Christoph Zirkelbach, Helmut Bauer und Christoph Henschel den Stadtpfarrer Georg Lindl in der Seelsorge in der Stadtkirche. In Kammer und Surberg hält der 41-Jährige Beerdigungen ab und auch den Sonntagsgottesdienst in Übersee gestaltet er im Wechsel mit Dekan Georg Lindl.

Viel zu tun also, doch das stört den Spätberufenen nicht. Er ist seiner Berufung gefolgt und glücklich. »Ich habe meine Entscheidung nie bereut«, betont er. KR

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