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Hundetoiletten in Surberg aufstellen

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Surberg – Mehrheitlich beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung nach lebhafter Debatte, fünf Hundetoiletten und 15 Hinweisschilder aufzustellen. Die Gemeinderäte folgten damit der Empfehlung einer Arbeitsgruppe des Gemeinderats, die eine Bedarfsermittlung durchgeführt hatte. In den Haushalt sollen dafür 3000 Euro eingestellt werden.


Zweiter Bürgermeister Michael Wimmer hatte das Ergebnis der Arbeitsgruppe vorgestellt. Ohne die Hunde im Tierheim gibt es demnach in der Gemeinde 148 Hunde. Die Arbeitsgruppe schlug fünf Hundetoiletten und 15 Hinweisschilder vor. Grundbesitzer seien mit der Aufstellung einverstanden, sagte Wimmer. Auf den Schildern wird auf die Verunreinigung der Wiesen von Futter, das Kühe krank macht, hingewiesen.

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Appell an die Vernunft der Hundebesitzer

Elke Scheil meinte, wenn die Gemeinde schon Hundesteuer einnehme, müsse sie die Hundesteuer zweckgebunden einsetzen. Außerdem sei es für jeden Bürger von Vorteil, wenn der Hundekot nicht in die Nahrungskette komme. Ulrich Stöhr ergänzte, die Masse der Hundebesitzer wolle dies. Die Gemeinde sei im Zugzwang, etwas anzubieten. Wichtig sei die Möglichkeit, den Hundekot zu entsorgen. Klaus Weber sah einen Anstoß an die Vernunft der Hundebesitzer, auch wenn er skeptisch war.

Claudia Spohn regte an, auf die Schilder zu schreiben, wo die Hundetoiletten stehen. Georg Schmid fand die Auswahl der Standorte super. Katharina Schallinger fand die ganze Aufregung überflüssig, weil der Gemeinderat im August bereits dafür gewesen sei.

Hermann Winkler forderte, die Hundebesitzer könnten die Beutel mit den Hinterlassenschaften ihrer Hunde doch mit heim nehmen. Er fand die Hundetoiletten überflüssig. Auch Hubert Anfang pflichtete ihm bei. »Der normale Bürger ohne Hund ist nicht dafür«, so Anfang. Er befürchtete, dass noch mehr Hundetoiletten aufgestellt werden müssten und der Bauhof mit deren Entleerung noch mehr Arbeit haben werde.

Bürgermeister Josef Wimmer stellte fest, die Hundesteuer sei eine öffentlich-rechtliche Leistung ohne Gegenleistung. »Wir werden wegen der Größe des Gemeindegebiets nie erfassen können, wo die Leute mit ihren Hunden unterwegs sind«, meinte er. Auch er befürchtete, dass der Bedarf nicht bei fünf Hundetoiletten bleiben werde. Die Gemeinde sei für Privatwege nicht verantwortlich. Außerdem seien die Besitzer für den Hundekot verantwortlich.

Im September hatte der Gemeinderat beschlossen, für die Straße von der Gemeindegrenze bei Fritzenweng über Wüstenreit nach Lauter, vom Ortsende von Hufschlag über Thann und Lappen bis zur Verbindungsstraße zur Bundesstraße sowie ab der Brücke Wiesen bis Wiesen die Förderung aus »dem ländlichen Charakter angepassten Infrastrukturprojekten« aus den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) zu beantragen. Damit sollten diese Straßen ausgebaut werden.

Straßen mit Förderung ausbauen

Bei einem Ortstermin mit dem Amt für ländliche Entwicklung (ALE) habe sich laut Wimmer herausgestellt, dass die Straße ab der Brücke Wiesen nicht förderfähig sei. Dafür wurde die Zufahrt zur Einöde Buchbichl 25 für die Aufnahme vorgeschlagen. Einstimmig waren die Gemeinderäte dafür, die drei Straßen auszubauen, wenn die Förderung bewilligt wird.

Im weiteren Verlauf beschlossen die Gemeinderäte, das alte Mehrzweckfahrzeug der Feuerwehr Surberg gegen Höchstgebot zu verkaufen. Bjr