weather-image
32°

Hunde reißen Rehbock

3.5
3.5

Nußdorf – Einen jungen Rehbock gerissen haben drei Hunde. Das Tier wurde dabei so schwer verletzt, dass es von einer Polizistin mit einem Schuss von seinem Leiden erlöst werden musste. Gegen die Besitzerinnen der Hunde wird jetzt ermittelt.


Eine 57-jährige Traunsteinerin und ihre 72-jährige Freundin aus Seebruck waren am Mittwochvormittag zusammen mit ihren drei Hunden neben der Kreisstraße zwischen Höpperding und Wang auf einer Wiese im Jagdrevier unterwegs. Dort ließen die Frauen die Hunde frei laufen. Der Jagdpächter hat die Frauen früher zwar schon mehrfach darauf aufmerksam gemacht, dass die Tiere angeleint werden müssen und nicht frei im Revier laufen sollen, doch auf Zuruf folgten die Hunde bisher immer.

Anzeige

Beim Spaziergang am Mittwochvormittag wurden die Hunde schließlich auf einen jungen Rehbock am Waldrand aufmerksam und begannen das Tier zu hetzen. Die Hunde, darunter zwei sogenannte Vorstehhunde, rissen den Bock nieder und verletzten ihn schwer. Nur durch den Schuss einer Polizistin konnte das Tier von seinem Leiden erlöst werden.

Die beiden Frauen müssen sich nun wegen eines Verstoßes gegen das Bayerische Jagdgesetz verantworten. Nach Angaben der Polizei besteht zwar grundsätzlich keine Leinenpflicht, es muss jedoch gewährleistet sein, dass der Hund ausreichend beaufsichtigt wird.

Jäger und Polizei weisen außerdem daraufhin, dass jetzt wieder die Setzzeit kommt. Rehe legen in dieser Zeit ihre Kitze im hohen Gras ab, auch abseits vom Wald. Durch frei laufende Hunde kommt es dabei immer wieder zu Zwischenfällen. Im Zweifel sollten Hunde daher nicht frei laufen, sondern lieber mit einer langen Laufleine geführt werden. fb