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Hund hinter Auto totgeschleift

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Taching am See – Ein Tierdrama ereignete sich am späten Freitagnachmittag auf der Staatsstraße zwischen Waging und Taching an der Abzweigung nach Tettenhausen. Eine junge Autofahrerin hatte aus Versehen den Familienhund hinter ihrem Auto hergeschleift. Für das Tier kam jede Hilfe zu spät.


Gleich mehrere Autofahrer meldeten sich gegen 17.30 Uhr bei der Polizei in Laufen, dass hinter einem Wagen zwischen Tengling und Waging ein größeres Tier, vermutlich ein Hund, mitgeschleift werde. Die Polizei fand dann vor Ort auch vereinzelt Blutspuren, die an der Abzweigung nach Tettenhausen aufhörten. Ein totes Tier fanden sie aber nicht. Da sich keiner der Zeugen das Kennzeichen des Wagens merken konnte, nahm die Polizei die Ermittlungen auf und schickte auch einen Zeugenaufruf an die Medien.

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Über das Internet verbreitete sich die Meldung am Samstag rasend schnell im ganzen Landkreis und es gingen gleich mehrere Hinweise ein. Durch Aufrufe in sozialen Medien kam es sogar zu einer regelrechten Hetzjagd auf den vermeintlichen Tierquäler, ohne dass die näheren Umstände geklärt waren.

Noch am Samstagvormittag meldete sich dann auch die junge Autofahrerin über eine Vertrauensperson bei der Polizei in Laufen und berichtete von dem tragischen Unglück. Der Hofhund der Familie war beim Auslauf mit einer langen Leine an den geparkten Wagen angehängt worden. Dies bemerkte die junge Frau leider nicht, als sie in den Wagen stieg und losfuhr. Erst nach längerer Fahrt fiel ihr auf, dass der Hund hinter dem Wagen hergeschleift wird und sie hielt daraufhin sofort an. Doch für den Hund kam jede Hilfe zu spät.

Die junge Frau war so schockiert über den Vorfall, dass sie sich nach dem Unglück in ärztliche Behandlung begeben musste, da sie den Vorfall nicht selbst verarbeiten konnte. Der Hund war in der Zwischenzeit nach Hause auf den Hof gebracht worden. Die junge Frau erwartet nun eine Strafanzeige wegen des Verdachtes eines Vergehens gegen das Tierschutzgesetz.

Damit die Frau nicht noch mehr angefeindet wird, wollte die Laufener Polizei bewusst keine näheren Angaben zu ihrer Person, dem Fahrzeug und dem Wohnort nennen. apo/fb