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Hubert Heistracher zum Ehrenkommandanten ernannt

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Kreisbrandrat Hans Gnadl (rechts) überreichte die Urkunde und das Feuerwehrehrenzeichen für 25  Jahre aktiven Feuerwehrdienst an Stefan Fenninger. Es gratulierte auch Kommandant Günther Braun (links). (Foto: Hauser)

Reit im Winkl – Zu 40 Einsätzen rückte die Freiwillige Feuerwehr Reit im Winkl im vergangenen Jahr aus. Dies berichtete Kommandant Günther Braun bei der Jahreshauptversammlung im Feuerwehrgerätehaus. Über das weitere umfangreiche Betätigungsfeld der Feuerwehrleute gab der Vereinsvorsitzende Matthias Lengg Auskunft. Ein weiterer wesentlicher Teil der Versammlung war die Ehrung langjähriger Aktiver und die Ernennung von Hubert Heistracher zum Ehrenkommandanten.


Von der wieder erfolgreich betriebenen Faschingsbar auf dem Rathausplatz und von verschiedenen Geburtstagsgratulationen bei altgedienten Feuerwehrleuten berichtete Vorstand Matthias Lengg, ebenso von der Beteiligung an der Aktion »sauberes Reit im Winkl« und dem Ordnungsdienst bei den Prozessionen. Der Besuch bei der Segnung der neuen Pumpe in Bichlach, die Beteiligung beim Eisstockturnier der Achental-Feuerwehren, ein Wandertag mit der Feuerwehr Kössen, ein Ausflug zum Silberbergwerk in Schwaz und die Übergabe des Friedenslichts waren weitere Aktionen. Besonders gefreut habe man sich über die Sondervorstellung des Stücks »Die Feuerwehrsitzung« des Theatervereins Reit im Winkl für Feuerwehrleute auch aus der Umgebung.

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Stark gefordert waren die 58 Aktiven und die fünf Anwärter bei der Jugendfeuerwehr wieder im vergangenen Jahr. Zu 40 Einsätzen musste 2016 ausgerückt werden, was allein einen Zeitaufwand von 945 Stunden erforderte. Der überwiegende Teil davon betraf die Technische Hilfeleistung.

Großer Wert sei wieder in die Weiterbildung der Feuerwehrleute gelegt worden, fuhr der Kommandant fort. So sei ein Lehrgang für Atemschutzgeräteträger in Traunstein und einer für Technische Hilfeleistung in Grassau besucht worden. Ein Erste-Hilfe-Kurs für die Feuerwehrleute sei vom Roten Kreuz durchgeführt worden und eine Maschinistenausbildung finde laufend statt. Eine Gruppe habe das Leistungsabzeichen in Technischer Hilfeleistung abgelegt. Viel Zeit sei bei der Renovierung des Funkraums wegen der Neueinführung des Digitalfunks eingesetzt worden. Die gesamten Tätigkeitsstunden im Jahr 2016 bezifferte der Kommandant mit 6780.

Kreisbrandrat Hans Gnadl überreichte die Urkunde und das Feuerwehrehrenzeichen für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst an den stellvertretenden Kommandanten Stefan Fenninger. Weiter wurden geehrt für zehn Jahre Roland Klein und Andreas Windbichler, für 20 Jahre Manuel Bürger, Stefan Frohwieser, Hubert Heistracher junior und Jakob Speicher, für 30 Jahre Helmut Frohwieser und für 50-jährige Vereinsmitgliedschaft Fritz Hagl und Andreas Mühlberger.

Zum Ehrenkommandanten wurde Hubert Heistracher ernannt, der von 1996 bis 2014 Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr war. Vorsitzender Matthias Lengg überreichte ihm die Ehrenurkunde. »Er setzte sich stets mit großem Einsatz für die Belange der Feuerwehr ein«, rief Lengg aus und nannte dazu Beispiele wie bei der Beschaffung der Hubrettungsbühne 2007, des Mehrzweckfahrzeugs, des Hilfeleistungslöschfahrzeugs, beim Anbau des Feuerwehrhauses oder auch seine Tätigkeit als Lehrgangsleiter auf Landkreisebene.

Bürgermeister Josef Heigenhauser lobte die Feuerwehrleute für ihren umfangreichen Dienst, auch bei Veranstaltungen der Gemeinde im Bereich des Tourismus. »Was ihr für die Allgemeinheit leistet, ist hervorragend.« Er lobte auch die sehr gute Zusammenarbeit aller Rettungsorganisationen, was der große Einsatz mit 170 Kräften bei der Suchaktion nach dem vermissten Buben vor kurzem wieder gezeigt habe.

Die Freiwillige Feuerwehr Reit im Winkl sei sehr fleißig beim Ablegen der Leistungsabzeichen, stellte Kreisbrandrat Hans Gnadl fest. Neben dem bayerischen werde auch immer wieder das Tiroler Leistungsabzeichen abgelegt. Sein besonderes Lob ging auch an Benno Stockklauser, der sich jetzt bei der Einführung des Digitalfunks sowohl bei der Reit im Winkler auch bei der Landkreisfeuerwehr verdient gemacht habe.

Neben Hans Gnadl verabschiedete sich auch Kreisbrandmeister Alfred Waschin, beide treten Mitte April von ihren Ämtern zurück, bei den Reit im Winkler Feuerwehrleuten. Er sei seit 1985 als Schiedsrichter und dazu seit 1990 als Kreisbrandmeister immer gerne nach Reit im Winkl gekommen, bekundete er.

Die stets gute Zusammenarbeit der Freiwilligen Feuerwehr mit der Polizei lobten der bisherige und der vor kurzem neu eingeführte Leiter der Polizeistation Reit im Winkl, Karl Vogel und Hubert Brachtl. »Wir brauchen die Gemeinde und die Feuerwehr, dass wir die Sicherheit der Bürger gewährleisten können«, so Brachtl. Auch Kommandant Andreas Paluc von der Freiwilligen Feuerwehr Kössen sowie die Vertreter anderer Rettungsorganisationen wie Rotes Kreuz und Wasserwacht sprachen von einer immer ausgezeichneten Zusammenarbeit mit der Reit im Winkler Feuerwehr. sh