weather-image
14°

Hubert Heistracher sen. zieht sich 2014 zurück

3.0
3.0
Bildtext einblenden
Für 30 Jahre aktiven Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr Reit im Winkl wurden anlässlich der Jahreshauptversammlung Franz Mühlberger (2. von links) und Alexander Hagl (2. von rechts) geehrt. 50 Jahre halten Josef Mühlberger sen. (3. von links) und Thomas Speicher (3. von rechts) dem Feuerwehrverein die Treue, sie erhielten aus den Händen des Kommandanten Hubert Heistracher sen. (rechts) und des Vorsitzenden Hubert Heistracher jun. (links) jeweils eine Urkunde. (Foto: Ostermaier)

Reit im Winkl. Eine exakte Auflistung über Einsätze in Ernstfällen, eine detaillierte Schilderung über Schulungen, Leistungsprüfungen, Übungen mit dem eigenen Personal und in Kooperation mit weiteren Rettungsdiensten gab es bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Reit im Winkl im Floriansstüberl des Feuerwehrhauses. Daneben brachten mehrere Redner in ihren kurzen Vorträgen immer wieder ihre Dankbarkeit, ihre Anerkennung und ihren Respekt in Anbetracht des hohen Engagements der ehrenamtlichen Helfer hervor.


39 Einsätze mit 779 Stunden Arbeit

Anzeige

Die Jahreshauptversammlung war freilich auch die passende Gelegenheit, um besonders verdiente Mitglieder auszuzeichnen. Eine überraschende Aussage traf ausgerechnet Hubert Heistracher sen.: Er kündigte im Rahmen seines Rechenschaftsberichtes an, sich bei den Neuwahlen 2014 nach dann insgesamt 18 Jahren als Kommandant nicht mehr zur Verfügung zu stellen.

Sein Sohn Hubert Heistracher jun. war es zunächst vorbehalten, das vergangene Jahr mit den verschiedensten Vereinsaktivitäten in Wort und begleitenden Bildern Revue passieren zu lassen, allein hier hatten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr etwa 25 Termine. Der Schwerpunkt des Kommandanten lag anschließend auf statistischem Material: So zählte Hubert Heistracher sen. bei 39 Einsätzen insgesamt 779 Stunden, im Vergleich zu den vergangenen Jahren ein eher »geringerer Wert«. Allerdings seien wenige Einsätze »gut für die Bürger« und somit auch gut für »seinen geordneten Haufen«, wie er seine Feuerwehrtruppe augenzwinkernd titulierte. Zudem registrierte der Kommandant 5556 Stunden für verschiedenste Aus- und Fortbildungen sowie für sehr viele, erfolgreich bestandene Leistungsprüfungen.

In seiner Begrüßung attestierte dann auch der Überseer Kreisbrandinspektor Georg König der Reit im Winkler Wehr einen »hervorragenden Ausbildungsstand und dies seit Jahrzehnten schon«. Er überbrachte aber nicht nur lobende Worte, er überreichte Kommandant Heistracher zudem als Geschenk eine spezielle Kunststoffplane, mit der der Eingang zu einem Gebäude rauchdicht verschlossen werden könne. Bedanken wollte sich auch Bürgermeister Josef Heigenhauser für den umfangreichen Einsatz und sicherte der Wehr auch weiterhin die volle Unterstützung der Gemeinde zu, was sich aktuell bei der Finanzierung eines neuen, 400 000 Euro teuren Feuerwehrfahrzeuges zeige.

Eine enge Kooperation verbindet die Reit im Winkler Feuerwehr seit vielen Jahren mit der Wehr aus dem Nachbardorf Kössen in Tirol. Bei der Versammlung stellte sich nun der erst seit Januar amtierende neue Kössener Kommandant, Andreas Paluc (31), vor. Er wünscht sich seinen Worten zufolge in der Zusammenarbeit mit den Reit im Winklern nichts mehr, als »dass alles weiterhin so gut läuft«, womit er auch auf die zweimal pro Jahr stattfindenden Gemeinschaftsübungen anspielte.

Nach 18 Jahren ist aus privaten Gründen Schluss

Für die Reit im Winkler Feuerwehr wird solche Übungen nur noch ein Jahr Hubert Heistracher sen. leiten, er kündigte seinen Rückzug von dieser Funktion an. Als Begründung gab der 57-Jährige private Gründe an. Er scheide mit einem weinenden Auge aus diesem Amt, »aber ich werde diese Position im nächsten Jahr 18 Jahre innehaben, das ist dann genug.« Wer dann sein Nachfolger sein könnte, ist derzeit noch völlig offen.

Eine ganze Reihe von Mitgliedern wurde schließlich für ihre Verdienste geehrt. Unter anderem waren dies für ihre 30 jährige aktive Dienstzeit Alexander Hagl und Franz Mühlberger, für 50 Jahre Vereinsmitgliedschaft wurden Josef Mühlberger sen. und Thomas Speicher ausgezeichnet. Sie erhielten aus den Händen des Vorsitzenden und des Kommandanten Urkunden. ost