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Hotel zur Post: Rechtsstreit begleitet den geplanten Wiederaufbau

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Das im Jahr 2007 abgebrannte Hotel zur Post (rechts) ist nach wie vor eine Bauruine. Die Freude war darum im vergangenen Jahr groß, als endlich ein Investor gefunden war. (Foto: Archiv/Mergenthal)

Inzell – Ein Rechtsstreit begleitet den geplanten Wiederaufbau des Hotels zur Post in Inzell. Darüber informierte Bürgermeister Johann Egger auf Nachfrage bei der Bürgerfragestunde am Montagabend. Die Klage eines Nachbarn hat dazu geführt, dass Investor Franz Scheurl die Baugenehmigung zurückgegeben hat. Das Gemeindeoberhaupt geht aber fest davon aus, dass der Investor an seinem Bauvorhaben festhält.


Der Nachbar hatte gegen die Baugenehmigung geklagt, weil er Lärmimmissionen befürchtet. Er führte unter anderem ins Feld, dass die Fenster nicht schallisoliert sind. Darüber hinaus bemängelte er, dass generell keine Grenzwerte für Schallimmissionen festgelegt seien. Wie sich bei einem Prozesstermin Anfang Februar am Verwaltungsgericht in München zeigte, vertraten die Richter die Auffassung des Klägers. Franz Scheurl gab daraufhin die Baugenehmigung zurück.

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Das Landratsamt Traunstein als Beklagter hatte Scheurl im August die Genehmigung für sein Bauvorhaben erteilt. Was etwa die fehlenden Grenzwerte für Schallimmissionen betrifft, habe das Landratsamt eine »andere Rechtsauffassung vertreten«, erklärte Pressesprecher Roman Schneider gestern gegenüber dem Traunsteiner Tagblatt. Das Ergebnis des Gerichtstermins sei »so zu akzeptieren«, so Schneider. Der Inzeller Bürgermeister glaubt, dass die vom Nachbarn beanstandeten Punkte »vernünftig abzuarbeiten sind«. »Das muss den Zeitplan nicht groß verzögern«, so Egger. Geplant war, dass der Startschuss für die Bauarbeiten schon im Frühjahr fällt.

Das Hotel zur Post war bei einem Brand im Jahr 2007 weitgehend zerstört worden. Die Brandruine mitten im Ortskern empfinden seither viele als Schandfleck für Inzell. Darum war die Freude im Dorf voriges Jahr groß, als Franz Scheurl, ein gebürtiger Inzeller, der in Grabenstätt lebt, als Investor für den Wiederaufbau in den Startlöchern stand. Der frühere Geschäftsführer von Fossil Europe plant einen Teilabbruch des bestehenden Gebäudes sowie Sanierungen und Umbauten. In dem Gebäudekomplex soll Platz für Gastronomie, Gästezimmer und Wohnungen sowie eine Tiefgarage mit 16 Stellplätzen sein. san