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Hotel in Ruhpolding darf umgebaut werden

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Dieses Hotel am Dorfplatz soll umgebaut, modernisiert und erweitert werden. Der Bauausschuss erteilte dafür grundsätzlich sein Einverständnis, jedoch soll statt eines Flachdachs über dem Treppenhaus ein Satteldach errichtet werden. (Foto: Burghartswieser)

Ruhpolding – Wieder einmal stand eine ganze Reihe von Anträgen bei der jüngsten Sitzung des Bauausschusses auf der Tagesordnung. Dabei reichte das Spektrum von Anträgen auf Vorbescheid, Baugenehmigungen bis hin zu Tekturplänen. Alle Agendapunkte wurden grundsätzlich positiv entschieden, bei der Baugenehmigung zum Umbau und zur Erweiterung eines Hotels jedoch unter Auflagen.


Zunächst wurde der Antrag auf Vorbescheid eines Bauwerbers zum Neubau eines Wohnhauses mit zwei Wohneinheiten und einer Doppelgarage im Außenbereich »Vorderbrand« behandelt. »Es existiert bereits ein Vorbescheid aus dem Jahr 2015«, sagte dazu die stellvertretende Bauamtsleiterin Rebecca König. Nach Informationen des Planfertigers möchte man diesen nochmals bestätigen lassen, da zwischenzeitlich das Überschwemmungsgebiet vorläufig gesichert wurde. Der Bauausschuss nahm den Antrag zur Kenntnis und beschloss einstimmig das gemeindliche Einvernehmen.

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Bei einem weiteren Antrag auf Vorbescheid zur Nutzungsänderung eines bestehenden Sägewerksgebäudes in ein Ferienhaus an der Seehauserstraße erteilte das Gremium ebenfalls das gemeindliche Einvernehmen, allerdings mit dem Hinweis, dass zuständigkeitshalber der Gemeinderat über den Erlass einer eventuell notwendigen Außenbereichsatzung entscheiden müsse. Außerdem werde eine Fremdenverkehrsdienstbarkeit erforderlich.

Ebenfalls einstimmig beschlossen wurde der Antrag auf Baugenehmigung eines Ehepaars zum Abbruch des bestehenden Wohnhauses sowie die Errichtung eines Einfamilienwohnhauses an der Christl-Probst-Straße. Das Grundstück befindet sich im Innenbereich und das Vorhaben füge sich »nach Art und Maß der baulichen Nutzung« in die nähere Umgebung ein, sagte dazu Bauamtsleiter Hans Hechenbichler. Bei der Vorprüfung wurden jedoch Abweichungen von der Ortsgestaltungssatzung festgestellt und der Planfertiger gebeten, einen entsprechenden Abweichungsantrag nachzureichen. Der Bauausschuss nahm den Antrag ebenfalls zur Kenntnis und beschloss das gemeindliche Einvernehmen mit einer Abweichung der Ortsgestaltungssatzung zu erteilen.

Die Tektur zum Antrag auf Baugenehmigung zur Aufteilung des Einfamilienhauses in zwei Wohneinheiten im Ortsteil Froschsee ging ebenfalls problemlos über die Bühne. Wie der Bauamtsleiter dazu sagte, seien zwei Wohnungen im Außenbereich zulässig und das gemeindliche Einvernehmen zur Erweiterung der bestehenden Garage bereits erteilt. Aus bauplanrechtlicher Sicht bestehen keine Bedenken, eine zweite Wohneinheit zu errichten.

Der Bauantrag zum Umbau und zur Erweiterung eines bestehenden Hotels am Dorfplatz wurde ebenfalls behandelt. Der Besitzer möchte das Nebengebäude aufstocken und aus Brandschutzgründen ein außenliegendes Treppenhaus mit Flachdach anbringen. Aufgrund der Höhenentwicklung der Anbauten im Zusammenhang mit dem neuen Satteldach sei eine Pultdachausbildung nicht möglich, wird im Antrag auf Erteilung einer Abweichung mitgeteilt, sagte Hechenbichler. Es wurde »im Zuge der gesamtheitlichen Planung darauf geachtet, dass die Erweiterung höhenmäßig begrenzt und optimiert wird, um eine Einfügung im Ortsbild bestmöglich zu realisieren«, heißt es darin weiter. Um die Aufstockung homogen abzugrenzen und architektonisch hervorzuheben, werde der westliche Gebäudevorsprung eben abgeschlossen, das heißt Flachdachausbildung.

Im Hinblick auf den Tourismus sei die Baumaßnahme sehr wünschenswert, sagte dazu Bürgermeister Claus Pichler, ergänzte aber, dass die Ortsgestaltungssatzung einzuhalten sei. Andere Gremiumsmitglieder fanden die Baupläne allerdings als durchaus genehmigungsfähig an. Die im Bauausschuss vertretenen Fachleute waren der Meinung, dass durchaus eine Satteldachkons-truktion möglich wäre. Bei der Abstimmung wurde die Satteldachkonstruktion mit 6:3 Stimmen bevorzugt, der Bauausschuss nahm aber den Antrag einstimmig zur Kenntnis und erteilte grundsätzlich das gemeindliche Einvernehmen. hab