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Der Landkreis Traunstein übernimmt die Kofinanzierung für einen Koordinator, der die Hospizarbeit in der Region vernetzt. Foto: dpa

Hospiz Südostbayern: Landkreis Traunstein gewährt jährliche Unterstützung in Höhe von 15.000 Euro

Der Landkreis Traunstein unterstützt das Netzwerk Hospiz Südostbayern: Er übernimmt die Kofinanzierung für einen Koordinator der Arbeit in der Region. Einstimmig hat der Kreisausschuss beschlossen, künftig jährlich 15.000 Euro locker zu machen. Dieselbe Summe kommt vom Landesverband Bayern der Kranken- und Ersatzkassen. Damit steht nun die Finanzierung der neuen Stelle. Der Verein für Hospizarbeit und Palliativbetreuung Südostbayern mit Sitz in Traunstein – kurz das Netzwerk Hospiz – schafft die Stelle im nächsten Jahr, um die Netzwerke in den beiden Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land miteinander zu verknüpfen.


Die Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen und ihrer Angehörigen sei aufgrund der Komplexität der Anforderungen und der Bedürfnisse der Betroffenen höchste Herausforderung für das angegliederte Versorgungssystem, sagte Landrat Siegfried Walch (CSU). Im Mittelpunkt der Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen stehe das Ziel, eine gute Versorgung bei schwerer Erkrankung und am Lebensende zu gewährleisten. Um die Hospiz- und Palliativversorgung weiter zu stärken, sei im Sozialgesetzbuch geregelt worden, dass die Krankenkassen die Koordination der Aktivitäten in den Netzwerken mitfördern – womit dann aber auch die Landkreise gefordert seien.

25.000 Euro für Selbsthilfekontaktstelle

Der Kreisverband Traunstein der Arbeiterwohlfahrt erhält für den Betrieb der Selbsthilfekontaktstelle Traunstein für das laufende Jahr einen Zuschuss vom Landkreis in Höhe von 25.000 Euro. Auch diesen Beschluss hat der Kreisausschuss einstimmig gefasst. Die Förderung in diesem Jahr ist genauso hoch wie im vergangenen.

Der Kreisverband Traunstein der Arbeiterwohlfahrt erhalte seit Jahren einen Kreiszuschuss für die Arbeit, die die Selbsthilfekontaktstelle leistet, erläuterte der Landrat den Sachverhalt. Insgesamt betreue die AWO über 80 verschiedene Selbsthilfegruppen, die von »A« wie Abhängigkeiten/Süchte bis »Z« wie Zöliakie reichen. Ferner arbeite das Selbsthilfezentrum eng mit dem Klinikum Traunstein zusammen. Hauptfinanzierer der Selbsthilfegruppen seien die Krankenkassen, wobei eine Mitfinanzierung durch den Landkreis gefordert werde.

Siegfried Walch informierte den Ausschuss auch über die offene Ganztagsbetreuung an Schulen im Jahr 2022/23, die in der Sachaufwandsträgerschaft des Landkreises stehen. Der Landrat erläuterte, dass das Konzept der offenen Ganztagsschule für Mädchen und Buben in der fünften und sechsten Jahrgangsstufe vorsehe, im Anschluss an den regelmäßigen Vormittagsunterricht an vier Tagen in der Woche eine Betreuung und Förderung in der Zeit bis 16 Uhr zu gewährleisten. Dazu gehören laut Walch die Mittagsverpflegung, die Hausaufgabenbetreuung, unterrichtliche Maßnahmen sowie sportliche und musische Aktivitäten. An der Förderschule werde dieses Konzept auch für die Erst- bis Viertklässler auf Wunsch eingerichtet.

Das offene Ganztagsangebot werde von einer pädagogischen Fachkraft begleitet, zu diesem Zweck bediene sich die jeweilige Schule eines gemeinnützigen Trägers, so Landrat Siegfried Walch weiter. Die Trägerschaft für die offene Ganztagsschule liege als schulische Veranstaltung beim Freistaat Bayern, jede Schule, die ein Angebot auflegt, erhalte von ihm eine Förderung. Der Landkreis habe sich als Sachaufwandsträger mit einem jährlichen Zuschuss in Höhe von 6604 Euro pro Gruppe und Schuljahr zu beteiligen. Ein Elternbeitrag werde nicht erhoben, lediglich Kosten für die Mittagsverpflegung seien von den Eltern zu tragen.

16 Gruppen für die offene Ganztagsbetreuung

Wie sich aus den Anmeldungen ergibt, schafft der Landkreis im Schuljahr 2022/23 laut Walch folgende Angebote: an der Reiffenstuel-Realschule Traunstein eine Gruppe, an der Walter-Mohr-Realschule Traunreut zwei, am Chiemgau-Gymnasium Traunstein drei, am Annette-Kolb-Gymnasium zwei, am Johannes-Heidenhain-Gymnasium Traunreut eine, am Hertzhaimer-Gymnasium Trostberg zwei sowie am Förderzentrum Traunstein drei Gruppen für die Jahrgangsstufen eins bis vier und zwei für die Fünft- bis Neuntklässler. Gemäß dem Landrat werden also 16 Gruppen im neuen Schuljahr gebildet – und damit eine weniger als im alten.

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