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Holzböcke schützen die Jungbäume

Reit im Winkl. Vier Jahre dauerten die Hochwasserschutzmaßnahmen am Walmberg und am Hausberg in Reit im Winkl an. Dieser Tage wurden mittels Hubschrauber die letzten von insgesamt 960 Holzböcken an Ort und Stelle geflogen, wo sie im steilen Gelände von Mitarbeitern der Forstverwaltung fixiert wurden. Mit diesen umfangreichen Verbauungen sollen die 12 200 gepflanzten Jungbäume den nötigen Schutz finden, um die nötige Standsicherheit zu gewinnen.

Mit einem Hubschrauber wurden in dieser Woche die letzten der 960 Holzböcke an ihre Position im steilen Gelände geflogen. Dort wurden sie dann jeweils von Mitarbeitern der Forstverwaltung fixiert. (Foto: Ostermaier)

Mit diesen umfangreichen Maßnahmen reagiert das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten auf großflächige Hochwasserschäden, die am Ort im Jahr 2005 nach einem heftigen Starkregen zu beklagen waren. Viele Keller waren damals voll Wasser gelaufen. Die Wassermassen bahnten sich eigene Wege durch den Ortskern, nachdem die regulären Abläufe überfordert bzw. verklaust waren. Die jetzt von freiwilligen Helfern gepflanzten Bäume – insgesamt sieben verschiedene Laub- und Nadelbaumarten – sollen dem Boden mehr Halt geben und auf natürlichem Weg das Wasser aufnehmen.

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Um dieses langsame Aufwachsen der Jungbäume zu gewährleisten, wurden Holzböcke in den Hängen verankert, die bei den Setzlingen insbesondere Schneebruch verhindern sollen. Während nunmehr alle Böcke an Ort und Stelle geflogen wurden, sollen im kommenden Jahr weitere 2000 Bäume eingesetzt werden, erklärt Revierförster Klaus Wieser. Darüber hinaus werden Ortsbesichtigungen ergeben, ob weitere Pflanzungen nötig sind.

Und wenn auch immer wieder durch den Einsatz von freiwilligen Mitarbeitern hohe Arbeitslöhne eingespart werden konnten, entstanden erhebliche Kosten: Allein die Bäume schlugen mit 48 000 Euro zu Buche. Für die Flugböcke, die mit einem Hubschrauber transportiert werden, sind insgesamt 512 000 Euro zu begleichen. ost