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Holzblas- und Blechblasinstrumente kennengelernt

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Musikunterricht einmal anders: Beim Kinderkonzert des Musikvereins Grabenstätt erfuhren die potenziellen Nachwuchsmusikanten spielerisch Wissenswertes zur Blasmusik. (Foto: Müller)

Grabenstätt. Ein unterhaltsames und sehr informatives Kinderkonzert veranstaltete der Musikverein Grabenstätt mit seinen Blasmusikanten in der neuen Turn- und Mehrzweckhalle.


So lernten die Kinder verschiedene Holzblas- und Blechblasinstrumente kennen, wie man mit ihnen Töne erzeugt und warum eine Musikkapelle eigentlich einen Dirigenten braucht. Einen solchen benötige man zum Beispiel, damit »die Musikanten auch miteinander anfangen und aufhören«, half Zweiter Dirigent und Moderator Franz Klauser seinen anfangs etwas schüchternen jungen Zuhörern auf die Sprünge. Zudem könne ein Dirigent mit Arm, Hand und Dirigentenstab das Tempo, den Takt und die Lautstärke beeinflussen.

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Dass Saxophone und Querflöten zu den Holzblasinstrumenten beziehungsweise »brennbaren Instrumenten« gehören, wie sie Klauser schelmisch bezeichnete, schien auch den einen oder anderen Erwachsenen im Publikum überrascht zu haben, denn bekanntlich bestehen diese gar nicht beziehungsweise (wie bei der Querflöte) nicht mehr aus Holz. Das Saxophon falle in die Kategorie Holzblasinstrument, weil die Töne – wie bei der Klarinette – mithilfe eines Rohrblattmundstücks erzeugt werden, erklärte die Leiterin der Bläserklasse, Franziska Wallner. Fast unbegrenzte klangliche und melodische Möglichkeiten bietet einem auch die Querflöte. Dass man mit diesem Instrument sowohl klassische Musik als auch moderne Stücke spielen kann, bewies Flötistin Irmi Eckart.

Dirigent und Berufs-Hornist Christian Bergmann war es vorbehalten, die Blechblasinstrumente der Musikkapelle vorzustellen, darunter die Tuba, mit der sich die tiefsten Töne erzeugen lassen, die Posaune, das Tenorhorn, Waldhorn und Flügelhorn. Letzteres habe äußerlich große Ähnlichkeit mit der Trompete, erzeuge aber wegen des größeren Trichters weichere Töne.

Nachdem auch der Schulchor unter der Leitung von Amalie Urner einige Kostproben seines großartigen Könnens abgegeben hatte, erzählte Gabriele Wallner mit Hilfe vierer – als Esel, Hund, Katze und Gockel getarnten – Musikanten die einprägsame Geschichte der Bremer Stadtmusikanten. Zu den Zugaben »Biene Maja« und »Vicky und die starken Männer« sangen die Kinder eifrig mit. Wer nun von ihnen auf den musikalischen Geschmack gekommen ist und gerne ein Instrument erlernen möchte, ist beim Musikverein richtig aufgehoben, denn »im Herbst fängt wieder eine neue Bläserklasse an, wo man mit Freunden musizieren kann«, wie es Klauser formulierte. Dirigent Bergmann werde zu Beginn des kommenden Schuljahres in die Klassen der Grundschule Grabenstätt kommen und noch einmal für einzelne Instrumente werben. Zudem soll es einen Schnuppertag geben. Derzeit hat der Musikverein Grabenstätt über 100 Kinder und Jugendliche in der musikalischen Ausbildung – das ist woanders schon eine Musikschule. mmü