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Hohe Motivation bei der Bergwacht in Bergen

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Für 25 und 40 Jahre währende Mitarbeit in Rettungsdienst und Naturschutz verlieh Bereitschaftsleiter Dr. Kristian Krammer (Zweiter von rechts) das Goldene Ehrenzeichen an Hansjörg Niederbichler (links) und Heinrich Krammer (rechts) sowie das Silberne Ehrenzeichen an Christian Nietsch.

Bergen – Eine hohe Motivation und einen guten Ausbildungsstand attestierte der Bereitschaftsleiter der Bergwachtbereitschaft Bergen, Dr. Kristian Krammer seiner Mannschaft bei der Jahreshauptversammlung. Außerdem zeichnete er Heinrich Krammer und Hansjörg Niederbichler für 40-jährige Mitarbeit mit dem Goldenen Ehrenzeichen aus. Christian Nietsch erhielt für 25 Jahre das Silbere Ehrenzeichen im Rettungsdienst.


Krammer ging noch einmal auf die 24 Einsätze – drei davon mit Hubschrauber-Unterstützung – im vergangenen Jahr ein, die alle souverän, sicher und zur Zufriedenheit der Patienten abgewickelt worden sind. Der Einsatz von 18 Mitgliedern der Bergwachtbereitschaft Bergen beim Riesending-Höhlenunglück brachte Herausforderungen mit sich, die sonst für die Aktiven der Bergwacht eher unüblich sind.

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Auch bei der Unterstützung der Naturschutzprüfung, bei der Schwendaktion in Bründling, beim Fellnerfest, dem Hochfelln-Berglauf und beim Arbeitseinsatz an der Hütte in Bründling waren die Einsatzkräfte gefordert. Erfreut war Krammer, dass die Bergwacht auf 50 aktive Mitglieder angewachsen ist und sich derzeit noch fünf Anwärter in der Ausbildung befinden. Auch die Anzahl der Fördermitglieder hat sich auf 180 erhöht.

Die handwerklichen Fähigkeiten der Mitglieder waren beim Bau einer zusätzlichen Garage gefordert, die wegen des neuen, größeren Rettungsfahrzeugs notwendig geworden war. Da fast alle Arbeiten von Mitgliedern der Bergwachtbereitschaft durchgeführt wurden, konnten die Kosten gering gehalten und weitgehend im eigenen Bereich erwirtschaftet werden, so Krammer.

Stolz berichtete der Bereitschaftsleiter, dass im vergangenen Jahr etwa Dreiviertel der Einnahmen selbst erwirtschaftet wurden und nur ein Viertel vom Land, der Region und der Gemeinde als Zuschuss notwendig gewesen ist. Neben dem Neubau der Garage wurden mit den Geldern auch die Fahrzeuge unterhalten sowie Einsatzkleidung, Ausrüstungsgegenstände und medizinischer Sachbedarf angeschafft. Trotz der enormen Ausgaben von 48 200 Euro verbuchte die Bergwacht aber eine kleine Rücklage.

Auch für die Geselligkeit blieb laut Krammer genug Raum. Er erinnerte nochmals an das Bergwachtkranzl, den Lawinenkurs, die Einweihung der neuen Garage mit Fahrzeugweihe, die Beteiligung beim Ferienprogramm der Gemeinde, den Ausflug zu den Geisler-Spitzen, das traditionelle Pattenbergfest im August, die 50. Jubiläums-Bergmesse, das Bergwacht-Schafkopfrennen, das Fest auf der Bergwachthütte anlässlich des 60-jährigen Bestehens und auch noch an das Jahresabschlussessen.

Die Ausbilder der Bergwachten Bergen machten deutlich, dass die Sanitätsausbildung und die Einsatzkoordinierung mit anderen Hilfsorganisationen zunehmend an Bedeutung gewinnen. Als Bestätigung ihrer Arbeit werteten sie die sehr gute Beteiligung bei den Ausbildungsabenden und Übungen sowie die erfolgreiche Teilnahme der Anwärter an den verschiedenen Prüfungs-Modulen. Im Bereich der Sanitätsausbildung wurden die besonderen Anforderungen herausgestellt, die mit der rasanten Entwicklung und den Veränderungen im Bereich der medizinischen Versorgung verbunden sind. Mit zwei Ärzten und einigen sanitätsdienstlich ausgebildeten Fachkräften hat die Bereitschaft einen Stamm professioneller Ausbilder im eigenen Bereich.

Bergens Bürgermeister und Stellvertretender Vorsitzender der Bergwacht Bayern, Stefan Schneider, schilderte die besonderen Herausforderungen für heuer: Dazu zählen die Unterstützung  des  G7-Gipfels  in Ellmau und die Umrüstung auf den Digitalfunk. Durch die erneute Inbetriebnahme der erweiterten Hubschrauber-Simulationsanlage in Bad Tölz, den Einsatz zusätzlicher hauptamtlicher Kräfte und einen soliden finanziellen Unterbau sieht er die Bergwacht Bayern gut auf zukünftige Herausforderungen eingestellt. C.N.

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