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Hohe Anerkennung für ehrenamtliche Leistungen

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Vier Landkreisbürger erhielten für ihre Verdienste im Ehrenamt das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten. Unser Bild zeigt (von links) Rudolf Kojer, Trostbergs Bürgermeister Karl Schleid, Ludwig Holzleitner, Landrat Hermann Steinmaßl, Christiane Jung, Traunreuts Bürgermeister Franz Parzinger, Gottfried Graf und Inzells Bürgermeister Martin Hobmaier.

Das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern übergab Landrat Hermann Steinmaßl an vier Bürger aus dem Landkreis: Gottfried Graf aus Inzell, Christiane Jung aus Traunreut sowie Rudolf Kojer und Ludwig Holzleitner aus Trostberg.


Gottfried Graf ist seit rund 24 Jahren Mitglied der Lawinenkommission Ruhpolding, der Freiwilligen Feuerwehr Inzell und des Organisationskomitees für Weltcup-Veranstaltungen und Weltmeisterschaften im Eisschnelllauf-Mekka Inzell. Überall, wo helfende Hände gefragt sind, arbeitet er mit Begeisterung mit. Das gilt auch beim Erhalt des Klettersteigs und des Gipfelkreuzes am Kleinen Kienberg.

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Christiane Jung hat sich auf dem musikalischen Sektor große Verdienste erworben. 1994 war sie mit 20 weiteren Gesangsbegeisterten an der Gründung des Chors »KaLIEDoskop e.V. beteiligt, den sie bis 2009 leitete. Zahllose erfolgreiche Auftritte gab es in dieser Zeit, wobei der Wohltätigkeitsgedanke immer im Vordergrund stand. Noch heute ist ihr der gemeinsame Gesang eine Herzensangelegenheit, weswegen sie auch als »Mutter des Chores« bezeichnet wird.

Rudolf Kojer ist seit 1951 Mitglied der Alztaler Schützen Trostberg. In den vergangenen sage und schreibe 62 Jahren engagierte er sich in den verschiedensten Positionen für das Schützenwesen – zum Beispiel als 1. Schützenmeister und 2. Gauschützenmeister sowie beim Ausbau des Schießstandes und bei der Organisation von Bezirksschützentagen. Auch Ludwig Holzleitner ist seit sechs Jahrzehnten an verantwortlicher Stelle den Schützen treu. So zählt er zu den Gründungsmitgliedern der Böllerschützen und leitete den Ausbau des Vereinsheims. Vor allem die Nachwuchsförderung lag ihm dabei besonders am Herzen. Landrat Steinmaßl sprach in diesem Zusammenhang dem Schützenwesen eine generelle Anerkennung aus: »Schützen kommt von schützen. Sie schützen besonders unsere Heimat und ihre Traditionen.«

»Die Welt braucht Menschen, die für andere da sind«

Steinmaßl hob in seiner Rede vor allem die Bedeutung des Ehrenamts und freiwilligen Engagements für die Gesellschaft heraus und zitierte den einstigen Kölner Kardinal Joseph Höffner: »Die Welt braucht Menschen, die für andere da sind.« Gerade darin liege der Vorteil des ländlichen Raums gegenüber der Anonymität in den Großstädten. Bei den neuen Ehrenzeichenträgern bedankte er sich persönlich und auch im Namen des Kreistags. Den Glückwünschen schlossen sich die 1. Bürgermeister Martin Hobmaier, Franz Parzinger und Karl Schleid an.