weather-image

Hoeneß soll 60er-Präsident werden

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Hatten als Wallfahrerinnen die Lacher auf ihrer Seite (von links): Christine Willinger, Beate Fadler und Rita Lautenbacher baten um Ablass der Vachendorfer Sünden.

Vachendorf. Kein Auge trocken blieb beim neunten Starkbierfest der Vachendorfer Vereine und des Wirts im vollen Saal des Gasthauses zur Post. Natürlich gehörte dazu gewohnt gemütliche, erstklassige Blasmusik der Musikkapelle Holzhausen-Vachendorf unter der Leitung von Sebastian Noichl.


Es war ein furioses Programm, das Organisator Martin Schmid da auf die Bühne gezaubert hatte, und das Fred Gehmacher mit den Worten »Blasmusik und Starkbier, des g'hört zamm« eröffnete.

Anzeige

Über Welt-, Landes- und Dorfpolitik spekulierten dabei Markus Merkle und Martin Schmid. Dabei kamen sie selbstverständlich auch an Uli Hoeneß nicht vorbei. So forderten sie eine krasse Strafe: statt Gefängnis müsse er 60er-Präsident werden, forderten sie. »Und wenn er einsitzt, bekommt er die Zelle vom Wildmoser, wo ab und zu vielleicht Christoph Daum an weißen Schnupfstabak vorbei bringt«.

Neu dabei waren de Schmid-Dirndln mit dem Couplet »Herz mit Kartoffel« und »Chiemgauer Land, Baumburger Bier«, was beim Publikum mit Begeisterung angenommen wurde. Traditionsgemäß kamen die etwas »älteren Damen« mit Beate Fadler, Christine Willinger und Rita Lautenbacher heuer als Wallfahrerinnen und baten um Ablass der Vachendorfer Sünden. Gstanz'ln übers Vachendorfer Geschehen vom Dekolleté der Kellnerinnen, über den geplanten Aufstieg des Trachtenvorstands, die Gemeinderatswahl bis zu den Feuerwehrschläuchen (Krampfadern), die dem Prambs-Wasti gezogen wurden, wusste das Gesangstrio Franz Drexlmeier, Sepp Rosenegger und Martin Schmid Bescheid. Auch das Baumburger Gspann, Iris Tögl und Fredl Wimmer, konnte mit seiner Einlage als Musikbläser ohne Ton alle begeistern. Sepp Rosenegger brachte noch ein Lied über das schöne Dorf, den schon bekannten Baumburger-Bier-Blues, dar. So wurde es für die meisten wieder spät nach Mitternacht, als sie mit dem Kommentar das Gasthaus verließen: »Schee war's, mir g'frein uns scho aufs nächste Jahr!«