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Höherer Führerschein-Zuschuss für Feuerwehr-Mitglieder

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Grabenstätt. Einstimmig sprach sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung für eine Erhöhung des bisherigen pauschalen Führerschein-Zuschusses für Aktive Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren Grabenstätt und Erlstätt von 1000 auf 1500 Euro aus. Bereits im Jahr 2002 hatte das Gremium entschieden, die Ablegung eines Lkw-Führerscheins durch Angehörige der beiden gemeindlichen Feuerwehren mit 1000 Euro zu unterstützen.


Laut Bürgermeister Georg Schützinger begründeten die Grabenstätter Floriansjünger ihren Antrag auf Zuschusserhöhung damit, dass zum einen die Fahrschulpreise innerhalb der vergangenen elf Jahre merklich gestiegen seien. Zum anderen gehe auch die Bereitschaft der Aktiven zurück, den Lkw-Führerschein quasi hobbymäßig zu erwerben. Als dritten Grund nannte Schützinger »den Wegfall der Bundeswehrpflicht«, durch den die Alternativen und die Motivation für einen entsprechenden Führerscheinerwerb geringer geworden seien.

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Seit vielen Jahren gibt es in der Gemeinde eine »Verordnung über den Sonntagsverkauf im Erholungsort Grabenstätt«. Früher oblag der Erlass dieser Verordnung dem Landratsamt, seit geraumer Zeit aber der Gemeinde. Da die Verordnung jeweils nur für ein Jahr Gültigkeit hat, wurde sie nun einstimmig neu erlassen. Damit dürfen die entsprechenden Geschäfte auch im kommenden Jahr von April bis September an den Sonn- und Feiertagen von 11 bis 18 Uhr ein für Kur- und Erholungsorte spezifisches Warensegment verkaufen. Eine solche Verordnung können all jene Gemeinden erlassen, die das Prädikat »Kur-, Erholungs- oder Wallfahrtsort« tragen. Grabenstätt ist anerkannter Erholungsort.

Anita Kohlbeck (SPD) wollte wissen, ob es endlich etwas Neues zur zukünftigen Nutzung des Alten Schulhauses in Erlstätt zu berichten gäbe. Die entsprechende Studie liege der Kirche vor, diese habe sich aber noch nicht entschieden, so Bürgermeister Schützinger. Als Eigentümer hatte die Gemeinde der Kirche das Gebäude zur Verfügung gestellt. Kirchenpfleger und Zweiter Bürgermeister Robert Muggenhamer (Bürgergruppe Erlstätt) betonte, dass zuletzt eine Machbarkeitsstudie möglicher Nutzungen öffentlich dargelegt worden sei. In der Pfarrgemeinde könne man sich vorstellen, die Räumlichkeiten im Erdgeschoß des Alten Schulhauses zu nutzen oder anstelle des alten Pfarrhauses einen Neubau zu verwirklichen. Erst wenn der Kirchenverwaltung alle notwendigen Informationen, beispielsweise zu den möglichen Kosten, vorlägen, könne man »ausloten, was für die Pfarrgemeinde besser oder schlechter ist«, erklärte Muggenhamer.

»Man sieht, dass was vorangeht«, freute sich Rudi Aigner (CSU) über die unlängst durchgeführte Müllentsorgungsaktion in der Hirschauer Bucht und lobte das »unbürokratische Verhalten« der Regierung und der Behörden. Da ihm die Verlandungsproblematik, wie vielen anderen Bürgern auch, sehr am Herzen liege, wollte Aigner wissen, ob das seit dem Juni-Hochwasser in der Bucht befindliche Treibholz in einer separaten Aktion entnommen werde. Das Thema »Holz« werde sicherlich auch diskutiert werden, betonte Schützinger, und verwies auf den Runden Tisch am 18. Dezember, zu dem das Wasserwirtschaftsamt eingeladen habe. Es handle sich um eine nicht-öffentliche Veranstaltung. Auch die »Interessengemeinschaft Hirschauer Bucht« werde dabei sein.

Wie Schützinger abschließend aus nicht-öffentlicher Sitzung bekanntgab, sei zur Klärung der Durchführung eines Ganzjahresbetriebs und damit einhergehender baulicher Veränderungen in der Gaststätte »Zur Hirschauer Bucht« eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben worden. Im Winter hatte die Gaststätte bisher geschlossen. Zudem informierte Schützinger darüber, dass der TSV Grabenstätt in Zusammenhang mit dem Turnhallenneubau von der ursprünglich geplanten Aufnahme eines Darlehens über den Bayerischen Landessportverband absehe. Gemeinde und TSV bilden eine Bauherrengemeinschaft. mmü