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Höhere Parkgebühren bleiben

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Übersee – Ein »insgesamt positives Resümee mit einigen Verbesserungsspielräumen« hat Bürgermeister Marc Nitschke in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats über die Sommersaison am Chiemseeufer gezogen. Nicht stattgegeben wurde dem Antrag des Tourismusvereins, die Parkgebühren wieder von fünf auf drei Euro und die gebührenpflichtigen Zeiten von 21 Uhr auf 18 Uhr zu reduzieren. Im Gegenzug werden im Winter keine Gebühren erhoben.


Auf dem Prüfstand waren in der Sitzung die im Februar eingeführte Erhöhung und zeitliche Ausdehnung der Parkgebühren, die neuen Parkeinweiser, der Seebus, das Handyparken sowie die gewünschten Änderungen des Tourismusvereins und der Gastronomiebetriebe.

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Bürgermeister Nitschke plädierte für die Beibehaltung der beschlossenen Parkgebühren und der Parkzeiten, »weil die Gemeinde die Einnahmen für den Unterhalt der Parkplätze braucht.« Dagegen stand eine Stellungnahme von Strandbadbetreiber Andreas König, der Einnahmeeinbußen von 25 Prozent wegen der »zu hohen« Parkgebühren in den Raum gestellt hatte.

Kompromissbereit zeigte sich der Rathauschef für die Wintermonate, zumal die batteriebetriebenen Parkautomaten bei kaltem Wetter teilweise ausgefallen waren.

Der kurzfristig für die Monate Juli bis September eingesetzte Shuttlebus zum See hatte laut Nitschke in dieser kurzen Testphase bereits Anklang gefunden. Allerdings solle der Bus nach seinem Dafürhalten zur kommenden Saison mehr beworben werden und auch mehr Haltestellen bekommen. Vom Tisch sei hingegen die seinerzeit vorgeschlagene Bockerlbahn als kleine Touristenattraktion. Mit Kosten von 24 000 Euro (ohne Personal) für zwei Monate sei sie einfach zu teuer.

Etwas zaghaft angelaufen sei laut Nitschke zunächst auch das neu eingeführte Handyparken. Die Benutzung hätte sich aber im Saisonverlauf gesteigert und mit 644 Ticketbuchungen sei man für den Anfang nicht unzufrieden. Positiv auf die Verkehrsströme ausgewirkt hätten sich die Parkeinweiser, besonders an besucherstarken Tagen.

In der anschließenden Diskussion sprachen sich alle Räte für eine Beibehaltung der Parkgebühren und -zeiten aus. Die Begründung: Man wolle »keinen Schritt rückwärts gehen«, zumal es mit dem etwas entfernteren kostenfreien Parkplatz am Aicher-Park auch eine Alternative gebe. Dass die Strandbad-Einnahmen nur wegen der höheren Parkplatzgebühren um ein Viertel zurückgegangen seien, stellten einige Räte in Zweifel.

Positiv aufgenommen wurde die Anregung von Maria Steinert (SPD), für länger verweilende Urlauber nicht täglich fünf Euro zu verlangen, sondern Sonderregelungen zu schaffen. Ein einstimmiges Votum erhielt auch die Winterregelung vom 1. November bis zum 31. März.

Hinsichtlich der von den Anliegern vorgeschlagenen Wechselgeld- und EC-Automaten sollen entsprechende Kostenangebote eingeholt werden. Offen blieb vorerst eine Entscheidung über die Anschaffung der ebenfalls gewünschten Höhenschranken für Campingfahrzeuge. Damit wäre ein unerlaubtes Campen auf den Parkplätzen nicht möglich. bvd