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Höhere Besucherzahl im Jugendhaus im Visier

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Einig war man sich, dass die Fassade des »New Era« dringend verbessert werden muss. (Foto: Mergenthal)

Teisendorf – Die Besucherzahlen im Jugendhaus »New Era« haben stark nachgelassen. Dennoch halten die Gemeinderäte die offene Jugendarbeit für eine wichtige Sache. Da eine Verlängerung des Vertrags der Gemeinde mit der Jonathan Jugendhilfe ansteht, gab Sozialarbeiter Tobias Werner den Räten einen Bericht. In der Diskussion ging es auch um die Außenansicht des Jugendhauses, die baldmöglichst verbessert werden soll.


Werner, der den offenen Jugendtreff seit November leitet, hat den Jugendtreff zweimal in der Woche jeweils drei Stunden geöffnet. Besucht wird er derzeit nur von drei bis fünf Jugendlichen, ausschließlich Buben von 14 bis 17 Jahren. Die Jonathan Jugendhilfe hat nun den Vertrag, der vier Jahre Bestand hatte, zum 31. Oktober gekündigt, da mit den vereinbarten Mitteln die Leistung nicht mehr erbracht werden kann. Die gemeinnützige GmbH schlägt vor, bei gleichbleibenden Kosten die Leistung zu reduzieren, sprich, die Öffnungszeiten zu verringern.

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Ältere Jugendliche haben engagiert mitgeholfen

Werner berichtete auch über Aktivitäten des Jugendhauses. Bei der Umfrage zum Skaterplatz, deren Ergebnis in der nächsten Wirtschafts- und Entwicklungsausschuss-Sitzung am 16. August vorgestellt wird, hätten die älteren Jugendlichen engagiert mitgeholfen. Gemeinsam habe man auch mit einem freien Radiosender eine Radiosendung gestaltet.

»Für mich persönlich ist das Wichtigste, die Besucherzahl zu erhöhen«, umriss Werner sein Hauptziel. Geplant seien eine weitere Werbeoffensive an der Schule und ein »Tag der offenen Tür« für Erwachsene, um Eltern anzusprechen.

Wichtig ist dem Sozialarbeiter auch, dass die Fassade ansehnlich gestaltet wird. Es gelte zunächst, akute Mängel zu beseitigen, wie einen maroden Zaun zu reparieren und den Balkon statisch zu überprüfen. Auch die Fenstergitter sollten entfernt werden. »Das schaut so nach Gefängnis aus«. 800 Euro sachgebundene Spenden für die Fassade lägen vor.

Bürgermeister Thomas Gasser betonte, es gehe diesmal nicht um die Vertragsgestaltung, die bei einer der nächsten Sitzungen Thema sein werde. Optische Verbesserungen am Jugendtreff seien dringend nötig, pflichtete er bei. Die Baumängel könnten behoben werden; des Öfteren seien dazu schon Gespräche geführt worden.

Mit der Nachbarschaft gibt es keine Probleme

FWG-Sprecher Peter Schuhbeck lobte, dass es mit der Nachbarschaft des Jugendtreffs keine Probleme gebe. Er hielt die offene Jugendarbeit für eine sinnvolle Sache. Zu denken gebe ihm jedoch die Besucherzahl. Er fragte Werner, ob er eine realistische Chance sehe, dass es nach Schuljahresbeginn wieder acht bis zehn Kinder würden. Dies könne er nicht zusichern, erwiderte Werner. Die Anfangsgruppe sei altersbedingt aus dem Jugendhausalter »herausgewachsen«.

Nach Ansicht von CSU-Rat Georg Wetzelsperger betreibe die Gemeinde für drei bis fünf Jugendliche zwar einen relativ hohen Aufwand. Alle, die schon einmal Jugendarbeit gemacht hätten, wüssten jedoch, dass das immer ein »Auf und Nieder« sei. Er schlug vor, Aktionen oder Projekte mit der Mittelschule zusammen zu machen und so den Aufwand in Grenzen zu halten. Allein das Vorhandensein dieses Hauses sei ein Zeichen der Gemeinde an die Jugend.

»Das Haus braucht wirklich eine ansprechende Fassade«, betonte SPD-Rat Georg Quentin. Seiner Ansicht nach sollte man versuchen, die Besucherzahl mit anderen Aktivitäten zu erhöhen, eventuell durch Zusammenarbeit mit Senioren. Auf die Frage von CSU-Rat Alois Stadler, woher die Jugendlichen kommen, antwortete Werner, es handle sich um Neukirchner und Teisendorfer Jugendliche. Stadler regte an, für den Transport den Gemeindebus einzusetzen. Edwin Hertlein (Grüne) schlug vor, die Jugendhaus-Öffnungszeiten und die Abfahrtszeiten des Busses abzustimmen.

Hans Rauscher (SPD) hielt die Außenansicht des Jugendtreffs für inakzeptabel. Die Renovierung solle beschleunigt werden. Klar für eine Vertragsverlängerung plädierte Anita Niederstraßer (FWG). Das Angebot sei aufrecht zu erhalten, da sich nicht alle Jugendlichen in Vereinen integrieren könnten. Sie hoffte, dass die Renovierung noch heuer in Angriff genommen wird.

Erste-Hilfe-Ausbildung mit dem Roten Kreuz anbieten

Auf die Frage von Andreas Neumeier (CSU) nach einer Werbung sagte Werner, in Schulen würden bereits Aktionen und Projekte vorgestellt. Schuhbeck hielt eine Erste-Hilfe-Ausbildung mit dem Roten Kreuz für eine Möglichkeit. Rauscher bat, zu erfragen, was eine Ausrüstung des Jugendtreffs mit einem Hotspot kostet, da eine WLAN-Anbindung für den Jugendtreff wichtig sei. Dem stimmte Werner zu.

Im Namen des Marktgemeinderats gratulierte Gasser Schuhbeck zum Titel Innungsobermeister. Rauscher berichtete, dass der Wasserverbrauch im Schwimmbad Teisendorf zuletzt bei circa 9000 Kubikmeter pro Jahr lag. Dies sei sehr hoch. Eine Sanierung sei deshalb überfällig. Die Schließung der Raiffeisen-Filiale Oberteisendorf zum Jahresende ist für Quentin ein harter Einschnitt für ältere Bürger. Er bat, zu prüfen, ob im Haus des Gastes ein Bankautomat eingebaut werden könnte. vm

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