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Höhepunkt des Schützenjahrs war das Bataillonsfest

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Mit Verdienstmedaillen in Gold bzw. Silber zeichnete Hauptmann Sebastian Knittler (rechts) Oberleutnant Thomas Gätzschmann, Schütze Herbert Waraschitz und Fahnenjunker Florian Porschke (von links) aus. (Foto: Buthke)

Traunstein – Auf ein ereignis- und erfolgreiches Schützenjahr blickte Hauptmann Sebastian Knittler bei der Jahreshauptversammlung der Gebirgsschützenkompanie Traunstein im Gasthaus Sailer-Keller zurück. Als Höhepunkte nannte er das Bataillonsfest des Bataillons Inn/Chiemgau, das mit den 30. Wiedergründungsjubiläum der Traunstein Kompanie verbunden war, das Patronatsfest der bayerischen Gebirgsschützenkompanien und das Alpenregionsfest der Schützen.


Das 30. Wiedergründungsjubiläum der Traunsteiner Kompanie war mit der »Traunsteiner Wiesn« eröffnet worden, bei der die Kapelle Jung Otting spielte. Tags darauf gab es die Totenehrung und einen Festabend mit einigen hervorragenden Volksmusikgruppen. Am Nachmittag traten die Gebirgsschützen außertourlich bei einer Veranstaltung der Jungen Union Oberbayern zu deren 70. Jubiläum auf. Am dritten Tag fand das Bataillonsfest mit einem Festgottesdienst und einem Festumzug durch die Traunsteiner Innenstadt statt. Beteiligt waren 15 Ortsvereine, 24 Gebirgsschützenkompanien, davon fünf aus Tirol, Südtirol und Salzburg, acht Musikkapellen, Trommler- und Spielmannszüge.

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Der Patronatstag zu Ehren der Patrona Bavariae fand im Mai in Garmisch-Partenkirchen statt. Rund 4000 Schützen nahmen daran teil. Die Traunsteiner Kompanie war mit ihrem Musikzug vertreten. Mit dabei war auch die, anlässlich des Jubiläums restaurierte, Fahne.

Schließlich berichtete Knittler noch vom Alpenregionsfest in Waakirchen, an dem sich rund 8000 Schützen aus Bayern, Tirol, Südtirol und Welschtirol beteiligten. Die Gebirgsschützenkompanie Traunstein war einschließlich der Musikkapelle mit 80 Mann vertreten.

Erfolgreich war nach den Worten des Hauptmanns die Sammlung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge am Traunsteiner Waldfriedhof. Die Sammler Sebastian Knittler, Hermann Angerer und Stefan Damjanowitsch brachten über 2300 Euro zusammen.

Über die stolze Zahl von 54 Ausrückungen berichtete Oberleutnant Thomas Gätzschmann. Zusätzlich zu den von Hauptmann Knittler erwähnten Veranstaltungen zählte Gätzschmann die Teilnahme am Festakt »200 Jahre Rupertiwinkel zu Bayern« in Tittmoning, bei der Arbeitssitzung der Bayerischen Staatsregierung in Traunstein und an der Feierstunde des Hofbräuhauses Traunstein zu »500 Jahre Reinheitsgebot« auf.

Auszeichnungen und Ehrungen

Hauptmann Knittler und Oberleutnant Gätzschmann übergaben einigen Auszeichnungen. Die Kompanie verlieh ihre goldene Verdienstmedaille an Oberleutnant Thomas Gätzschmann, die silberne Verdienstmedaille an Fahnenjunker Florian Porschke sowie die bronzene Verdienstmedaille an Jäger Günther Hocheder und die Schützen Alfons Retzer, Alois Schützinger und Hans Wembacher. Das Verdienstabzeichen in Silber bekamen die Marketenderinnen Regina Meier und Rosa Maria Schallinger.

Im Auftrag des Bundes der Bayerischen Gebirgsschützenkompanien übergaben sie an den Schützen Herbert Waraschitz die silberne Verdienstmedaille am blauen Band sowie an die Schützen Ludwig Albrecht, Adalbert Haitzer, Hubert Öllinger, Michael Pleli, Rudi Schierl und Robert Weidenthaler, den Oberjäger Stefan Damjanowitsch, Leutnant Rainer Grygosch und Fahnenjunker Rolf Wassermann die bronzene Verdienstmedaille am blauen Band. Die bronzene Verdienstmedaille am weiß-blauen Band für 25 Jahre aktive Mitgliedschaft bei den Gebirgsschützen erhielten der Schütze Josef Schmuck und die Marketenderin Monika Finger. Präsente für ihren besonderen Einsatz beim 30. Wiedergründungsjubiläum wurden Rolf Wassermann (Festleiter), Alfons Reiter (Zeltmeister) und Hubert Öllinger (Altarbauer) überreicht.

Kompanieschreiber Willi Moser sprach von einem sehr öffentlichkeitswirksamen Jahr, das sich auch bei den Neumitgliedern niedergeschlagen habe. Die Kompanie habe im vergangenen Jahr 21 neue Mitglieder zu verzeichnen. Der Mitgliederbestand betrage nun 297. Die Kompanie habe 2016 viel geleistet. Die Gebirgsschützen seien kein Haufen Ewiggestriger. Mit ihrer Fahne seien sie zu Ehren der Schutzfrau Bayerns unterwegs.

Über die Schießveranstaltungen berichtete 1. Schießmeister Stefan Damjanowitsch. Unter anderem nannte er die Kompaniemeisterschaft und das Walter-Dandl-Gedächtnisschießen mit dem Kleinkalibergewehr, das Robert Weidenthaler gewann. Beim Schießen der Landwehrschützen Wals belegte die Traunsteiner Kompanie in der Mannschaftswertung den ersten Platz. Beim Armbrustschießen der Gebirgsschützenkompanie Aibling nahmen die Traunsteiner den Meistpreis in Form einer Sau mit nach Hause. Mit sechs Schützen beteiligte sich Traunstein am Bundesschießen des Bundes der Bayerischen Gebirgsschützenkompanien in Bad Tölz und Kreuth. Beim Königsschießen der Kompanie wurde Herbert Eckart Schützenkönig.

Jugendwart Guido Maier sagte, der Trommlerzug bestehe derzeit aus rund zehn Trommlern. Die Saat bei der Jugendarbeit sei gelegt und gehe auf. Trotzdem sollten sich die Gebirgsschützen in der Verwandtschaft und Bekanntschaft umhören, ob es Interessenten für das Trommeln gebe. Bjr