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Höchste Priorität für zwei Straßensanierungen in Traunreut

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Die Adalbert-Stifter-Straße in Traunreut hat beim Straßenausbau Priorität. Vor allem im östlichen Teilstück, wie hier im Bild, sollten nach Auffassung des Hauptausschusses wegen des Seniorenwohnheims auch ausreichend Parkplätze berücksichtigt werden. 2016 könnte mit dem Ausbau des westlichen Teilstücks begonnen werden. (Foto: Rasch)

Traunreut – Im Zuge der anstehenden Straßensanierungen im Traunreuter Stadtgebiet sollen der Adalbert-Stifter-Straße und der Fridtjof-Nansen-Straße höchste Priorität eingeräumt werden. Darauf verständigte sich der Hauptausschuss in seiner jüngsten Sitzung.


Beide Straßen sollen parallel ausgebaut werden, wobei zunächst mit dem westlichen Abschnitt der Adalbert-Stifter-Straße begonnen werden soll. Für die Planungen sollen insgesamt 250 000 Euro in den nächsten Haushalt eingestellt werden. 2016/2017 könnte dann der Ausbau vollzogen werden. Die geschätzten Kosten für beide Straßen werden sich bei 2,6 Millionen Euro bewegen.

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Die SPD hatte in einem Antrag dafür plädiert, dem östlichen Straßenabschnitt der Adalbert-Stifter-Straße, der wie berichtet, in voller Länge als Tempo-30-Zone ausgewiesen werden soll, Vorrang einzuräumen. Wegen des parallel laufenden Ausbaus der Fridtjof-Nansen-Straße ist dies aber aus verkehrstechnischen Gründen nicht möglich.

Für die Adalbert-Stifter-Straße gibt es bereits eine Vorplanung, die wegen der damaligen Seniorenheim-Baumaßnahme aber nicht weitergeführt wurde. Nach Angaben der Verwaltung sieht das Planungskonzept auch einen Kreisverkehrsplatz an der Einmündung in die Traunwalchner Straße und einen einseitigen Geh- und Radweg vor. Entsprechend dem vorliegenden Konzept soll die Straße bestandsorientiert ausgebaut werden. Dem Tenor war aber zu entnehmen, dass entlang der Straße auch genügend Parkplätze bereitzuhalten sind. Durch das vor einem Jahr in Betrieb genommene Seniorenwohnheim habe sich das Verkehrsaufkommen erhöht.

Nach Abschluss der Planung 2015 wäre nach einer Ausschreibung der Gewerke im Winter die Durchführung des ersten Teilabschnitts möglich. Der zweite Abschnitt könnte dann im Folgejahr realisiert werden. Die Kosten für den Ausbau werden auf 1,7 Millionen Euro geschätzt. Von der Stadtkämmerei wurde vorgeschlagen, im nächsten Haushalt Planungsmittel in Höhe von 150 000 Euro einzustellen. Im Finanzplan 2016 könnten rund eine Million Euro und für das Jahr 2017 nochmals 680 000 Euro veranschlagt werden.

Auch für die Fridtjof-Nansen-Straße gibt es bereits eine Vorplanung. Diese wurde bisher wegen einer Baumaßnahme der Firma Heidenhain nicht weiterverfolgt. Nach Angaben der Verwaltung liege ein Antrag des Unternehmens vor, bei der Planung auch Abstellflächen für Lkws zu berücksichtigen. Sollten die Interessen aller Beteiligten einschließlich erforderlicher Grunderwerbsmaßnahmen im Frühjahr nächsten Jahres abgestimmt werden können, wäre eine Fertigstellung einer Planung im gleichen Jahr möglich. Die Ausschreibung könnte dann ebenfalls im Winter 2015 erfolgen und der Bau 2016.

Sollte auch der Stadtrat in seiner Sitzung am kommenden Donnerstag um 16 Uhr beide Maßnahmen absegnen, sollen für die Fridtjof-Nansen-Straße im Haushalt 2015 100 000 Euro Planungsmittel eingestellt werden und im Finanzplan 2016 900 000 Euro für die Baumaßnahme.

Beschließend wurden für 2015 zudem weitere Haushaltsmittel für folgende anstehende Straßenbauprojekte genehmigt: Für die Sanierung der Ostlandstraße sollen 130 000 Euro bereitgestellt werden, für die Stiftstraße in Traunwalchen 100 000 Euro und für einen Geh- und Radweg an der Traunwalchner Straße 80 000 Euro. Weitere 200 000 Euro wurden für den laufenden Straßenunterhalt genehmigt, für Straßenbeleuchtungen ebenfalls 200 000 Euro, für die Straßenentwässerung in Niedling 100 000 Euro und für die Fischergasse in Stein an der Traun 115 000 Euro. ga