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Hochwertige Wohnanlage an der Hofer Straße

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Am westlichen Stadtrand von Traunreut soll eine hochwertige Wohnanlage mit Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen gebaut werden. Nach Angaben des Investors und Planers Georg Brüderl sind insgesamt 40 Wohnungen geplant. In der Bauausschusssitzung wurde das Modell, das zwei getrennte Gebäudekomplexe vorsieht, präsentiert. (Foto: Rasch)

Traunreut – Der Entwurf für zwei Mehrfamilienhäuser auf dem freien Grundstück zwischen der Hoferstraße und dem Wertstoffhof am westlichen Stadtrand von Traunreut fand im Bauausschuss allgemeine Zustimmung. Auf dem rund 10 000 Quadratmeter großem Grundstück soll eine hochwertige Wohnanlage mit rund 40 Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen entstehen.


Der Investor und Planer, Diplomingenieur Georg Brüderl, stellte das Projekt vor. Laut Brüderl habe man sich bei der Planung bewusst auf Drei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen verständigt, um die Nachfrage nach größeren Wohnungen in der Kernstadt zu decken. Die abgesetzten Wohnblöcke mit einem flachgeneigten Dach weisen vier bzw. fünf Geschosse puls jeweils einem sogenannten Staffengeschoß (zurückgesetztes Dachgeschoß) auf. Die Wohnungsgrößen bewegen sich zwischen 80 und 110 Quadratmeter. Laut Planung soll die Erschließung über die Hoferstraße erfolgen.

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Eine Tiefgarage, die laut Brüderl pro Stellplatz 16 000 Euro kosten würde, ist in dem Entwurf nicht vorgesehen. Auf Anregung von Sepp Winkler (Bürgerliste) sollte eine Tiefgarage aber zwingend in die Planung mit einbezogen werden. Ebenfalls wurde angeregt, einen Kinderspielplatz zu berücksichtigen. Diese beiden Forderungen wurden dem Planer und Investor für das weitere Bauleitplanverfahren, das gegen die Stimme von Winkler, abgesegnet wurde, mitgegeben. Winkler stimmte deshalb dagegen, weil er auf einer Tiefgarage besteht, die laut Brüderl im Vermarktungskonzept mit eingebaut werden soll. In der Stadtratssitzung am kommenden Dienstag um 16 Uhr soll die Planung erneut vorgestellt und vom Gesamtgremium abgesegnet werden. Gegenüber dem Traunsteiner Tagblatt erklärte Brüderl, dass die Planung vorsieht, Mitte nächsten Jahres mit dem Bauvorhaben zu beginnen.

Nur wenige 100 Meter Luftlinie entfernt, sollen nach dem Willen des Bauausschusses an der Gottfried-Michael-Straße Grundstücke für Einfamilienhäuser mit zwei Wohneinheiten ausgewiesen werden. Nach Angaben des Planers, Diplomingenieur Martin Jobst, könnten auf dem 6500 Quadratmeter großen »Filet«-Grundstück zehn Häuser gebaut werden. Die Grundstücksgrößen bewegen sich laut Planung zwischen 475 und 668 Quadratmeter. Kritisch wird in diesem Bereich das damit verbundene, zusätzliche Verkehrsaufkommen gesehen. Günther Dzial (SPD) befürchtet, dass man mit dem Verkehr und den Stellplätzen nicht zurechtkommen werde. Die Westend- und Hoferstraße seien irrsinnig schmal, mahnte Dzial, der als Einziger die Entwurfsplanung ablehnte.

Die Befürchtungen von Dzial teilten auch Bernhard Seitlinger und Johann Jobst (CSU) und schlugen deshalb vor, eines der Grundstücke zugunsten einer größeren Verkehrsfläche abzuzweigen. Nach Aussagen des Planers könnten die vorgeschriebenen Stellplätze auf den Grundstücken untergebracht werden. Dass der auf dem Grundstück befindliche Baumbestand zugunsten einer Wohnbebauung größtenteils gefällt werden muss, steht außer Frage. »Wir müssen uns im Klaren sein, dass von den Bäumen gerade mal fünf Prozent übrig bleiben werden«, sagte Sepp Winkler. Grundsätzlich war sich das Gremium aber einig, dass eine Verdichtung der Innenstadt sinnvoll sei. Gretl Gieneiger (Grüne) wies auf die Notwendigkeit von Wohnraum in der Innenstadt hin und sprach sich für eine relativ dichte Bebauung aus. »Wir sollten möglichst viel reinpacken«, erklärte sie.

Auch Paul Obermaier (FW) schlug sich auf die Seite von Gineiger. »Eine Verdichtung ist richtig«, so Obermaier. Im Rahmen der ersten Gespräche der Bauleitplanungsänderung wurde der Planer vom Stadtrat beauftragt, auf dem Grundstück auch einen Geschoßwohnungsbau zu untersuchen. Davon ist man aber zwischenzeitlich abgekommen. Nach Auffassung des Bauausschusses sollen dort Einzelhäuser mit Südausrichtung entstehen. Mit dem nun vorliegenden Entwurf soll das Verfahren jetzt weiter vorangetrieben werden. ga