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Hochwasserschutz in Zeiten des Klimawandels erörtert

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Grassau. Man könne zwar nicht das weltweite Klima retten, aber jeder Einzelne und auch die Gemeinde können dabei mithelfen, den Kohlendioxid-Ausstoß zu mindern und auch die Verschleuderung von Ressourcen zu bremsen. Das betonte Bürgermeister Rudi Jantke beim siebten Dreikönigs-Frühschoppen der Grassauer SPD.


Grassau habe zwar das letzte Hochwasser dank des großen Einsatzes der Feuerwehr und vieler anderer freiwilliger Helfer relativ gut überstanden. Aber es dürfe nicht wieder so sein wie nach den letzten Hochwasserkatastrophen, dass man nach wenigen Monaten die große Gefahr vergesse. Die Hochwasserstände in den letzten zehn Jahren zeigen, dass das nächste Hochwasser schon bald kommen könnte. »Wir müssen schon sehr bald wirkliche Schritte zum Hochwasserschutz einleiten, damit in Zukunft nicht auch Grassau und Mietenkam unter Wasser stehen«, sagte Jantke.

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Der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Dieter Hahn freute sich, dass so viele Interessierte ins Sportlerheim des SC Reifing gekommen waren. Mechthild Faller-Obermeier berichtete, der Anbau an die Schule habe sich schon sichtbar bewährt. Dadurch wurde mehr Platz für die Ganztagsbetreuung geschaffen. Auch der Ausbau der Jugendsozialarbeit sei im Interesse der Kinder und ihrer Eltern nur zu begrüßen.

Die Familienstelle bei der Gemeinde Grassau habe sich in den letzten Jahren bewährt und ihr Aufgabengebiet sinnvoll erweitert, schilderte Susi Speckbacher. Mustergültig konnte man dies bei der Wunschbaumaktion vor Weihnachten sehen. Eine ebenfalls attraktive Veranstaltung sei das Neugeborenentreffen, welches diesen Monat ansteht. Wichtig sei die Zusammenarbeit mit den örtlichen Verbänden und Einrichtungen.

Für die Sportler in Grassau war die Verwirklichung des Kunstrasenplatzes am Sportgelände ein ganz besonderes Ereignis, berichtete Sportreferent Herbert Gschöderer. Der Platz werde schon intensiv genutzt. Die Finanzierung konnte man dank der langfristigen Verpachtung des Geländes der ehemaligen Eisstockbahnen und des Beachvolleyballplatzes realisieren. Heuer werde der Beachvolleyballplatz beim Reifinger See geschaffen.

Zur Fernwärme in Grassau berichtete Gschöderer, dass nun eine zweite Ofenlinie geplant sei. Dadurch eröffne sich die Möglichkeit, noch mehr Haushalte anzuschließen. Insbesondere strebe man eine Ausdehnung des Wärmenetzes ins Oberdorf und auch die Moosbacher Straße an.

SPD-Fraktionsvorsitzender Hans Hornberger berichtete über die Baumaßnahmen im vergangenen Jahr. Trotz der angespannten Finanzlage der Gemeinde habe man viel verwirklicht und neue Projekte »angeschoben«. Neben der Fortsetzung der Ortskernsanierung in Mietenkam, der Schaffung eines Veranstaltungsraumes und eines Ladens sei insbesondere die Verwirklichung eines neuen Rot-Kreuz-Gebäudes im Ortszentrum im Mittelpunkt gestanden. Durch den Bau des Gebäudes werde die Arbeit der Sanitätskolonne Achental und damit die medizinische Versorgung im Tal deutlich verbessert, so Hornberger.

Bereits begonnen habe man mit einer Untersuchung der Möglichkeiten für die Sanierung oder den Neubau des Gebäudes am Sportgelände. Dazu kamen auch die Vorbereitungen für die Erweiterung des Feuerwehrgebäudes in Grassau. Hierzu müssen aber noch die Grundstückverhandlungen abgeschlossen werden.

Grassau hat durch die Maßnahmen der Ortssanierung in Mietenkam die nötigen Voraussetzungen geschaffen. Nun seien die Mietenkamer aufgefordert, das Ortsleben mit mehr Leben zu erfüllen, so Olaf Gruß. Durch die Einbeziehung der Bevölkerung bei einer öffentlichen Veranstaltung und anschließender Bürgerbefragung hatte der Marktgemeinderat schon versucht, die Bedürfnisse zu erfragen und bei der Entscheidung zu berücksichtigen.

Der Dorfladen könne aber nur leben, wenn er auch angenommen wird; der Dorfplatz zwischen dem Laden und der Kirche sowie der Veranstaltungsraum seien nur sinnvoll, wenn die Mietenkamer dort auch Veranstaltungen durchführen und die Räume als zentralen Platz der örtlichen Begegnung nutzen, so Gruß.

Die finanzielle Lage der Marktgemeinde Grassau war durch die Gewerbesteuerrückzahlung von 1,8 Millionen Euro sehr angespannt. Insbesondere wurde Grassau in seinem Bestreben, die Schulden abzubauen, deutlich zurückgeworfen.

Auch die neue Heizung im Kindergarten in Rottau und dem daneben liegenden Arzthaus wurden fertiggestellt. Neben dem Rotkreuz-Gebäude und der Ortskernsanierung stehen aber weitere wichtige Maßnahmen an: die teure energetische Sanierung der Schule, eine größere Turnhalle und der Kauf von neuen Feuerwehrfahrzeugen für Grassau und Rottau. Nicht weniger wichtig sei es auch, eine Lösung für die sich entwickelnde Industriebrache auf dem Gelände der ehemaligen Firma Körting zu finden. og