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Hochwasserschutz erst ab 2018

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Unterwössen – »Gottes Mühlen mahlen langsam, aber die vom Wasserwirtschaftsamt doch sehr, sehr langsam«. So machte Zweiter Bürgermeister Barthl Irlinger (OWG) seinen Unmut in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats Unterwössen Luft. Vorausgegangen war die Vorstellung von Christian Schieder vom Wasserwirtschaftsamt Traunstein über den Sachstand »Hochwasserschutz« für Oberwössen. Danach sollen entsprechende Bauprojekte erst 2018 angegangen werden.


Nach derzeitigem Sachstand ist aufgrund mehrerer Untersuchungen bereits ein so genanntes »hydraulisches Modell« über die Wildbäche erstellt worden, das mit Hilfe von Simulationen am Computer mögliche Überflutungsflächen sichtbar macht.

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Diese Basisstudien hätten laut Schieder die Regierung von Oberbayern und das Umweltministerium dazu bewogen, grünes Licht zum Vorantreiben der weiteren Planung zu geben. Als nächste Schritte sind noch heuer Variantenstudien mit möglichen Alternativen zum Hochwasserschutz und für 2016 eine Entwurfsplanung vorgesehen. Das Wasser-rechtsverfahren soll dann von 2016 bis 2017 über die Bühne gehen. Die konkreten Bauausführungen könnten dann 2018 starten.

Die Frage nach Kostenschätzungen wollte Schieder zum jetzigen Zeitpunkt des Verfahrens nicht beantworten. Dies sei erst im Anschluss an die Variantenstudien annähernd möglich. Zweiter Bürgermeister Irlinger stellte fest, dass die Gemeinde mit den dringenden Schutzmaßnahmen in den vergangenen Jahren immer wieder vertröstet worden sei. Er forderte, die jetzt dargelegte Zeitperspektive auch einzuhalten.

Der Wasserwirtschaftler musste einräumen, dass sich einiges aufgrund einer dünnen Personaldecke verzögert habe. Durch eine personelle Aufstockung im Jahre 2013 sei nun aber eine zügige Bearbeitung sichergestellt. bvd