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Hochwasserschutz an Wildbächen

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Schleching – In der jüngsten Gemeinderatssitzung waren die ausgebauten Wildbäche in Bezug auf ein 100-jährliches Hochwasser ein Thema. Es ging um Alpbach, Steindlgraben und Mühlbach. Die ersten beiden werden in der Prioritätsstufe 1 vom Amt für Wasserwirtschaft geführt, der Mühlbach wohl nicht mehr. Für mögliche weitere Planungen in Sachen Hochwasserschutz wurde eine Anfrage an das Wasserwirtschaftsamt gestellt, um zu erfahren, wie die jeweiligen Gefährdungspotenziale einzuschätzen sind, und eine Kostenschätzung zu erhalten.


Das Wasserwirtschaftsamt gab nur eine erste grobe Kostenabschätzung, wobei der Steindlgraben mit 1,2 Millionen am meisten zu Buche schlägt. Für den Mühlbach ergab die Schätzung eine viertel Million Euro, für den Alpbach eine halbe Million Euro, immer unter der Voraussetzung, dass die Gemeinde den Grunderwerb finanziert. In der Regel beträgt die Beteiligung der Gemeinde an den Kosten 30 Prozent.

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Bei der Diskussion beschloss der Gemeinderat, das Wasserwirtschaftsamt um fachliche Unterstützung zur Festlegung der Prioritäten für den Alpbach und den Steindlgraben zu bitten. Eine entsprechende Untersuchung soll Grundlage für eine Hochwasserschutzplanung sein, die Gemeinde beteiligt sich an den Kosten.

Im Juni hat sich der Gemeinderat bereits mit dem Thema »Zonenbeschränkung« beschäftigt. Damals stand zur Diskussion, ob in Mühlau an der Loherfeldstraße beziehungsweise Hinterraiten eine Zonenbeschränkung auf 30 km/h eingerichtet werden soll. Nach eingehender Diskussion hat man sich jedoch damals dafür entschieden, zu prüfen, ob eine 30er-Zone oder alternativ eine 40er-Zone im gesamten Gemeindegebiet ausgewiesen werden kann.

Daraufhin wurde nochmals der Verkehrssachbearbeiter der Polizei Grassau beteiligt. Er sagte, dass aus polizeilicher Sicht keine Notwendigkeit für Geschwindigkeitsbegrenzungen in Schlechinger Wohnsiedlungen bestehen, da bis jetzt weder Probleme bezüglich der gefahrenen Geschwindigkeiten noch des Unfallgeschehens bestehen. Zitiert wurde auch Paragraf 45 der Straßenverkehrsordnung, wonach Verkehrszeichen dort anzuordnen sind, wo dies aufgrund besonderer Umstände zwingend geboten ist.

Nach einer kontroversen Diskussion beschloss das Gremium schließlich, im gesamten Gemeindegebiet eine 40er-Zone zu erlassen. Der Beschluss wurde mit drei Gegenstimmen gefasst. wun