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Hochwasserschutz am Türlberg beschlossen

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Vachendorf – Nachdem vor etlichen Jahren bei Starkregen die Siedlung unterhalb des Türlbergs überflutet worden war, stellte Ingenieur Peter Raunecker in der jüngsten Sitzung des Vachendorfer Gemeinderats die mögliche Entwässerungsplanung vor, um die Häuser künftig zu schützen. Geplant ist demnach am Türlberg ein Teich, der die Wassermenge eines sogenannten 30-jährigen Regens aufnehmen kann. Kommt eine größere Regenmenge zusammen, gibt es einen Notüberlauf und das Wasser wird abgeleitet und dann unterhalb des Türlbergs in Sickerschächten im Grundwasser versickert. Eine Anhebung des Grundwasserspiegels verneinte Raunecker.


Sind die Sickerschächte voll, macht ein automatischer Schieber den Ablauf zu und leitet das Wasser oberirdisch in Richtung Westen ab. Diese Versickerung erfolge außerhalb des Einzugsgebiets der Mühlener Gruppe, versicherte Bürgermeister Rainer Schroll. Von der oberirdischen Versickerung seien mehrere Grundstücksbesitzer betroffen, mit denen die Gemeinde noch sprechen müsse. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, die Planung mit Weitergabe an die zuständigen Ämter zur Begutachtung und Stellungnahme weiter zu verfolgen.

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Einmal Zustimmung, einmal Ablehnung

Einem Antrag auf isolierte Befreiung wegen Überschreitens der Baugrenze bei der Errichtung eines Gartenhauses an der Johann-Baptist-Neumüller-Straße stimmte der Gemeinderat ohne Gegenstimme zu. Einstimmig lehnt das Gremium hingegen einen Bauantrag auf Nutzungsänderung durch den Umbau eines Ladens und einer Werkstatt an der Hauptstraße zu jeweils einem Apartment ab, weil der Bauherr nicht den notwendigen Stellplatznachweis erbracht hat.

Der Bürgermeister erklärte, dass bereits sieben Wohnungen vorhanden seien, für die zehn Stellplätze aufgeführt seien. Nun hätte der Bauherr den Nachweis für 14 Stellplätze erbringen müssen, was wegen der Knappheit des Grundstücks nicht möglich sei. Walter Ponath fragte nach, ob nicht Stellplätze in weiterer Entfernung möglich seien. Schroll meinte dazu, darum müsse sich nicht die Gemeinde, sondern der Bauherr kümmern.

Beantragt wurden ferner der Einbau von zwei zusätzlichen Wohneinheiten sowie der Ausbau einer Wohnung an der Siegsdorfer Straße. Das Gemeindeoberhaupt sagte dazu, für den Bau habe es bereits eine Bauvoranfrage gegeben. Dem Bauherrn sei die Bewilligung der Baumaßnahme seinerzeit in Aussicht gestellt worden, unter der Maßgabe, dass der Stellplatznachweis erbracht werde. Grundsätzlich gebe es keine großen baulichen Veränderungen des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes. Die Gemeinderäte hatten daher nichts gegen den Bauantrag einzuwenden.

Flüchtlingsfamilie zieht in Rathaus-Wohnung ein

Weiter gab Schroll bekannt, dass die Abrechnung für den Anbau der Mittelschule in Siegsdorf, die auch Schüler aus Vachendorf besuchen, etwas günstiger ausgefallen sei, sodass die Gemeinde rund 13 000 Euro zurück erhalte. Außerdem informierte er darüber, dass in die zweite Gemeindewohnung für Flüchtlinge im Vachendorfer Rathaus eine afghanische Familie mit drei kleinen Kindern einziehen werde. Bjr