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Hochwasserschaden auf rund 580 000 Euro beziffert

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Die Spendenbereitschaft für die Hochwasseropfer war auch in Traunreut groß. Der Männerverein Matzing-Traunwalchen überreichte in dieser Woche im Rathaus eine Spende von 2000 Euro an die Bürgerstiftung Traunsteiner Land. Unser Foto zeigt (von links): Franz Hoffmann von der Bürgerstiftung mit Erwin Krieglstein, Franz Jaksch (Vorsitzender), Bürgermeister Franz Parzinger und Adi Schweinfurther. (Foto: Rasch)

Traunreut. Im Vergleich zu anderen vom Hochwasser betroffenen Gemeinden, hielten sich die Schäden im Stadtgebiet in Grenzen. Dennoch richtete die Flut einen geschätzten Schaden von 580 000 Euro im Stadtgebiet an. Dies geht aus dem Hochwasserschadensbericht hervor, über den Bürgermeister Franz Parzinger den Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung unterrichtete.


Zunächst würdigte Parzinger alle Hilfsorganisationen und Helfer sowie die Mitarbeiter des Bauhofes für den Einsatz während des Katastrophen-Wochenendes und bei den Aufräumarbeiten. Weiter gab er bekannt, dass Einsatzkosten der Städtischen Feuerwehren Traunreut, Traunwalchen, Matzing, Stein an der Traun und Pierling von der Stadt übernommen werden. Dem Traunsteiner Tagblatt sagte Parzinger, dass er sich bei allen Hilfskräften (Städtische und überörtliche Feuerwehren, THW usw.) mit einer Einladung noch einmal persönlich und im Namen der Stadt Traunreut bedanken werde.

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Lobend erwähnte er auch die Nachbarschaftshilfe und die große Spendenfreude von Privatleuten oder Vereinen. Als jüngstes Beispiel nannte er den Männerverein Matzing-Traunwalchen, der im Rathaus eine Spende von 2000 Euro an die Bürgerstiftung Traunsteiner Land übergeben hat. Der Stadtverwaltung wurden 46 Objekte gemeldet, an denen ein geschätzter Gesamtschaden von 580 000 Euro entstanden ist. 41 Bürger haben die Soforthilfe des Landes Bayern in Anspruch genommen. Dabei wurden an 31 Privatpersonen, sieben Unternehmen und drei land- und forstwirtschaftliche Betriebe 81 200 Euro ausbezahlt. Um weiteren Hochwasserkatastrophen vorzubeugen, kommt auch die Stadt Traunreut nicht darum herum, den Hochwasserschutz noch zu verbessern. Als Schwachpunkte nannte Parzinger den Bereich entlang der Traun zwischen Pertenstein und Hörpolding. Hier müssten mit dem Wasserwirtschaftsamt Traunstein einige Dinge verändert werden. Die Stadt lasse gerade den Geh- und Radweg an der Traun vermessen. Besonders betroffen vom Hochwasser der Traun war Hörpolding, der Gehweg von Stein an der Traun nach Burgberg, der völlig zerstört wurde, der Sportplatz in Traunwalchen sowie Bereiche in den Ortsteilen Wiesen und Höberich. Überflutet waren auch Pertenstein und die Ortsdurchfahrt Zweckham.

Auf Nachfrage von Johannes Danner (Bürgerliste) sagte Parzinger, auch die Situation am Anninger Bach sei grenzwertig gewesen. »Am Anninger Bach war es kurz vor knapp«, sagte Stadtbaumeister Thomas Gätzschmann. Es sei nicht auszuschließen, dass beim Anniger Bach auf lange Sicht weitere Schutzmaßnahmen notwendig würden. ga