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Hochwassereinsätze machten 2013 zum »Ausreißerjahr«

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Zweiter Kommandant Georg Mayer jun. (von rechts) gratulierte Vater Georg Mayer sen. und Johann Haunerdinger zu 40 Jahren Mitgliedschaft in der Feuerwehr Petting. (Foto: Albrecht)

Petting. Das Jahr 2013 ist für die Freiwillige Feuerwehr Petting bei Weitem nicht so routinemäßig abgelaufen, wie die kürzlich gehaltene Jahreshauptversammlung im Gasthaus Unterwirt. Während bei der Versammlung die gute, kameradschaftliche Atmosphäre und Zusammenarbeit offensichtlich waren, war durch die Hochwasser-Einsätze im Juni die Feuerwehr großen Belastungen ausgesetzt gewesen, wie insbesondere der Bericht des Zweiten Kommandanten Georg Mayer erkennen ließ.


Mayer betonte, das Jahr 2013 sei ein »Ausreißer« gewesen, durch die vielen und langen Hochwassereinsätze. Die Pettinger Wehr sei dabei sowohl in der eigenen Gemeinde als auch bei Aktionen in Laufen und Freilassing bis an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit gegangen. Mehrere Tage und Nächte sei die Wehr dabei im Dauereinsatz gewesen. Neben den Einsätzen nahmen Pettinger Feuerwehrler auch noch an 15 Lehrgängen teil und absolvierten Prüfungen zu Leistungsabzeichen und Spezialausbildungen. Neben den 72 Einsätzen mit einer Gesamtzeit von 1868 Stunden hätten die Pettinger noch 87 Übungsabende gehalten, sagte Mayer. Er betonte, dass der Einsatz den Pettingern auch von übergeordneten Stellen viel Lob eingebracht hätte.

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Wie dem Bericht von Vorstand Alexander Friedl zu entnehmen war, hat die Pettinger Wehr gegenwärtig 122 Aktive Mitglieder. Im vergangenen Jahr seien die Pettinger Floriansjünger 13 Mal mit Fahne zu Festen und anderen Anlässen »ausgerückt«. Wie immer nahmen die Feuerwehrler auch an vielen »außerdienstlichen« Veranstaltungen wie einem Fußballturnier, Stockschießen und Kleinkaliberschießen teil. Sogar einen gemeinsamen Skiausflug nach Schladming unternahmen die Pettinger. Beim Tag der Vereine stellte die Feuerwehr sich und ihre Arbeit vor. Ein besonderer Höhepunkt, so Friedl, sei auch die im vergangenen Jahr wieder gut besuchte »Spritzenhaus-Party« gewesen.

Friedl gab auch schon einige Termine für das laufende Jahr bekannt, wie die Spritzenhaus-Party am 10. Mai sowie Besuche bei den Jubiläen der Feuerwehren in Oberndorf am 1. Juni und Saaldorf am 27. Juli. Der Vorstand gab bekannt, dass es bei verschiedenen Anlässen einen Stand mit Fotos über die Arbeit der Feuerwehr geben soll, um so Nachwuchs anzuwerben. Friedl bedankte sich für die gute Zusammenarbeit in der Vorstandschaft und der gesamten Wehr. »Da sieht man, wir sind gut eingespielt, haben einen guten Umgang miteinander und können vernünftig zusammen arbeiten.«

Schriftführerin Katharina Demel ging noch mehr ins Detail über die Aktivitäten der Feuerwehr im abgelaufenen Jahr. Sie erwähnte verschiedene Vorstandssitzungen, Beschlüsse und Übungen. Demel wies auch auf die Internetseite der Freiwilligen Feuerwehr Petting hin; sie soll in Zukunft öfters auf den neuesten Stand gebracht werden.

Kassier Helmut Zauner legte die finanzielle Situation der Feuerwehr dar. Er wies dabei auch auf die Photovoltaikanlage hin, die zwar viel gekostet habe, sich aber jetzt schon als gute Investition erweise und sich in den kommenden Jahren sicher amortisieren werde.

Auch Feuerwehrnachwuchs übte fleißig

Jugendführer Josef Mayer erklärte, 2013 hätten 17 Jugendübungen stattgefunden. Daneben gab es unter anderem eine 24-Stunden Übung zusammen mit der Kirchanschöringer Feuerwehr und eine Jugend-Großübung, an der neben Petting die Jugendabteilungen aus Fridolfing, Kirchanschöring, Lampoding und Pietling teilnahmen. Neben den Aktivitäten für die Ausbildung hatten die Pettinger Jungfeuerwehrler auch viel Spaß zusammen bei einem Kart-Ausflug nach St. Pantaleon und weiteren geselligen Zusammenkünften. Ein besonderer Dank ging an Theresia Riedler, die nach acht Jahren ihre Arbeit als Ausbilderin beendet. Die Zeit der Zusammenarbeit mit ihr sei hervorragend gewesen, sagte Mayer.

Bei den Ehrungen wurden Stefan Öllerer mit dem Dienstabzeichen in Gold für seine 25 Jahre bei der Feuerwehr Petting und Andreas Breitenlohner sen., der leider nicht anwesend war, sowie Johann Haunerdinger und Georg Mayer sen. mit Figuren des heiligen Florian für ihren 40-jährigen Dienst bei der Feuerwehr ausgezeichnet.

Bürgermeister Karl Lanzinger dankte der Pettinger Wehr für die hervorragende Arbeit, die sie für und im Namen der Gemeinde leiste. Besonders 2013 hätte sich der Wert der guten Feuerwehr in den schwer mitgenommenen Hochwassergebieten in Laufen und Freilassing gezeigt. Lanzinger sagte, er hoffe, es gehe heuer gut und ruhiger weiter.

Kreisbrandinspektor Günter Wambach sagte, der Feuerwehr hätten sich besonders in den Hochwasser-Katastrophengebieten unglaubliche Aufgaben gestellt, aber sie habe diese, soweit überhaupt möglich, hervorragend bewältigt. Diese Aufgaben hätten aber auch gezeigt, wie wichtig gute Ausbildung sei. al