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Hochwasser war Thema im Marquartsteiner Gemeinderat

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Durch den Einsatz eines Baggers am Söllgraben während des Starkregens Ende Juli hat sich Schlimmeres verhindern lassen. (Foto: Giesen)

Marquartstein. Das Hochwasser an den letzten beiden Juli-Tagen ist Thema in der jüngsten Sitzung des Marquartsteiner Gemeinderats gewesen. Bürgermeister Andreas Scheck informierte das Gremium, dass die starken Regenfälle besonders im östlichen Gemeindegebiet zu größeren Problemen geführt hätten.


Der Söllgraben oberhalb des Hochgern-Parkplatzes sei ausgeufert. Die Wassermassen schoben größere Mengen Geröll über den Parkplatz und die Burgstraße, was wiederum zu erheblichen Schäden an den Straßen und Wegen führte, so der Bürgermeister. Nur durch das sofortige Eingreifen der Bauhof-Mitarbeiter und der Firma Aigner habe sich Schlimmeres verhindern lassen.

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Große Probleme bereitete auch der Schnappenbach, wo eine Mure abging, berichtete Scheck weiter. Da der Schnappenbach zum Teil als Wildbach eingestuft sei, sei hier auch das Wasserwirtschaftsamt zuständig. Die derzeit laufenden Arbeiten der Behörde an den Sperren hätten noch schlimmere Folgen verhindert. Die abgegangene Mure habe den Bachverlauf etwas geändert, sodass hier weitere Maßnahmen nötig sein würden. Ein weiteres Problem stelle der schlechte Ablauf des Schnappenbaches Richtung Staudach dar. Auch in der Festenfeldstraße und am Grießpoint habe es Schäden gegeben.

Noch wenige Tage vor dem Hochwasserereignis habe er selbst mit Vertretern der Gemeinde, einigen Anliegern und Paul Höglmüller von den Bayerischen Staatsforsten die Situation am Söllgraben besichtigt und Maßnahmen besprochen, so Scheck weiter. »Dieses Hochwasser hat gezeigt, dass wir noch weit massivere Maß-nahmen zum Schutz vor größeren Überschwemmungen brau-chen«, so der Rathauschef. Es werde nie einen 100-prozentigen Schutz geben, aber »wir werden unser Möglichstes tun«, versprach er.

Bei der Aussprache wiesen Josef Moritz und Roland Polleichtner darauf hin, dass man bei den Überschwemmungen Richtung Staudach das Gesamtkonzept sehen müsse. Nur Mähen allein reiche nicht aus, der Schnappenbach gehöre ausgebaggert. Hans Hacher wies darauf hin, dass das neuerliche Hochwasser auch im Ortsteil Donau schlimme Auswirkungen gehabt habe. Der Damm sei weggerissen und die Wiesen wieder vermurt worden.

Bürgermeister Scheck versprach, auch diese neuerlichen Schäden beim Wasserwirtschaftsamt anzusprechen und auf Schutzmaßnahmen zu drängen. Einstimmig bevollmächtigte der Gemeinderat Bürgermeister und Verwaltung, nach Absprachen mit Wasserwirtschaftsamt und/oder den Bayerischen Staatsforsten die notwendigen finanziellen Mittel für notwendige schnelle Hilfsmaßnahmen bereitzustellen.

Bereits in Auftrag gegeben ist die Sanierung von Entwässerungsleitungen in Alt-Marquartstein, informierte der Bürgermeister weiter. An einem wirksamen Gesamtkonzept für die Binnenentwässerung werde durch ein Planungsbüro gearbeitet. Für das westliche Gemeindegebiet habe das Wasserwirtschaftsamt inzwischen den Tennbodenbach mit der höchsten Ausbaupriorität eingestuft. Die Planung für einen »Bypass« des Regenrückhaltebeckens in Piesenhausen sei abgeschlossen, sodass die Baumaßnahme voraussichtlich im Herbst beginnen könne, so der Bürgermeister. Mit Grassau wurde kürzlich das Ausbaggern des Angerbaches im Verlauf Richtung Grassau vereinbart, um einen besseren Ablauf zu gewährleisten. gi

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