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Hochwasser lässt Einsatzzahlen nach oben schnellen

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Für 60 Jahre Mitgliedschaft bei der Freiwilligen Feuerwehr Surberg ehrte Vorsitzender Johann Mader Josef Thannbichler. Rechts auf dem Bild der 2. Vorsitzende Michael Wimmer.
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Bürgermeister Josef Wimmer (links) und Kommandant Stefan Burghartswieser (rechts) ehrten Johann Brunner, Sebastian Rosenegger und Lorenz Eisenreich jun. (von links) für jeweils 30 Jahre Aktiven-Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr Surberg.

Surberg. Zahlreiche Ehrungen standen auf dem Programm der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Surberg im Gasthaus Lauter. Bei den Aktiven wurden Sebastian Rosenegger, Lorenz Eisenreich junior und Johann Brunner für 30 Jahre Dienst geehrt; für 25 Jahre Johann Eckart und Gerhard Rosenegger.


Zwei Mitglieder für 60-jährige Treue geehrt

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Für 60 Jahre Vereinstreue wurden Franz Berger senior und Josef Thannbichler zu Ehrenmitgliedern ernannt. Eine Urkunde für 50-jährige Zugehörigkeit bekam Engelbert Helminger. 16 Vereinsmitglieder wurden für 25-jährige Vereinszugehörigkeit ausgezeichnet. Der 2. Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Michael Wimmer, wurde zum Hauptlöschmeister befördert, Florian Heisinger und Stefan Schallinger zu Feuerwehrmännern.

Nach den Berichten von Schriftführer Siegfried Mix und Kassier Georg Wendlinger informierte Kommandant Stefan Burghartswieser über das Einsatzgeschehen im abgelaufenen Jahr. Besonders erwähnte er einen Einsatz im Februar 2013, als auf der Bahnstrecke ein Pkw von einem Railjet erfasst und in mehrere Teile gerissen wurde. Zwar konnte sich die Autofahrerin noch vor dem Aufprall in Sicherheit bringen und blieb unverletzt, doch wurde der Zug so schwer beschädigt, dass er seine Fahrt nicht fortsetzen konnte. Daher mussten die verantwortlichen Männer der Feuerwehr Surberg entscheiden, wie den 120 Fahrgästen geholfen werden konnte. Da starker Schneefall eine Weiterfahrt mit Bussen verhinderte, musste eine andere Lösung her.

Die Leitstelle Traunstein forderte alle verfügbaren Mannschaftstransportfahrzeuge der umliegenden Feuerwehren an, um die aus dem Zug evakuierten Personen zum Bahnhof nach Traunstein zu bringen.

Nach einigen Monaten, in denen sich die Einsatzzahlen im normalen Rahmen bewegten, folgte dann die Zeit des Hochwassers. Zu 35 Einsätzen rückte die Feuerwehr Surberg vom 1. bis 3. Juni aus. Überschwemmte Straßen und vollgelaufene Keller im ganzen Gemeindegebiet waren abzuarbeiten. Und wenn es ging, half man in Nachbargemeinden aus. Siebenmal wurde die Feuerwehr zu Bränden und neunmal zu Verkehrsunfällen gerufen. Insgesamt gab es 98 Einsätze. Dabei hat die 74 Mann starke Truppe 2210 Einsatzstunden geleistet. Eine immer größer werdende Rolle nimmt die Sanitätsgruppe in der Feuerwehr ein. 14 Einsätze waren der Ersten Hilfe zuzurechnen.

Zwölf Feuerwehranwärter in Surberger Jugendfeuerwehr

Zwölf Feuerwehranwärter sind derzeit in der Feuerwehr Surberg. 2013 legten acht von ihnen das Jugendleistungsabzeichen ab. Mit der Einführung des Rescue Informations Systems schaffte die Feuerwehr Surberg ein speziell entwickeltes Computerprogramm an, welches die Einsatzvorbereitung erleichtert. Das System wurde von der Gemeinde mit 2000 Euro sowie vom Feuerwehrverein mit 550 Euro finanziert.

1420 Übungsstunden an 65 Übungstagen geleistet

Weitere Beschaffungen im Jahr 2013 waren Einsatzkleidung im Wert von 5000 Euro und Schlauchtragekörbe für 1400 Euro. Ein bereits im Jahre 2012 gekaufter Wasserwerfer, der mit einem Bodengestell betrieben wird, kann nun durch den Einbau in Eigenleistung auch am Fahrzeug genutzt werden. Die Materialkosten hierfür betrugen 1200 Euro.

Ein weiterer Umbau, ebenfalls in Eigenleistung betrifft das Tanklöschfahrzeug. Es wurde für 800 Euro Materialkosten so nachgerüstet, dass es speziell für Einsätze im Tunnel geeignet ist.

An 65 Übungstagen wurden von den Dienstleistenden 1420 Übungsstunden geleistet. Neben den Standardübungen sind wieder diverse Schulungen und Lehrgänge in Planung.

Eine Premiere wird es auch geben. Die Feuerwehr wird dieses Jahr erstmals bei der Durchführung des Lehrgangs Technische Hilfeleistung auf Landkreisebene mitwirken und an den Lehrgangstagen Schulungsräume, Ausbilder und Ausrüstung zur Verfügung stellen.

In ihren Grußworten lobten der Kreisbrandinspektor Manfred Unterstein und der Kreisbrandrat Hans Gnadl die Arbeit der Feuerwehr Surberg sowie ihre erfolgreiche Jugendarbeit. MS