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Hochregallager für die Adelholzener Alpenquellen

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Bergen: Erkundungsbohrung der Adelholzener Alpenquellen ist »eine Win-Win-Situation«
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Blick auf den Hallentrakt der Adelholzener Alpenquellen (Foto: Krammer)

Siegsdorf – Bei zwei Gegenstimmen sprach sich der Siegsdorfer Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung für den Neubau eines 42 Meter hohen Hochregallagers mit Kommissionier- und Verladehalle der Adelholzener Alpenquellen aus.


Für den Neubau im Sondergebiet »Mineralwasser- und Brunnenbetrieb Bad Adelholzen«, für den derzeit der Bebauungsplan angepasst wird, lag dem Gremium der Eingabeplan vor.

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Das neue, hochmoderne Logistikgebäude soll im südwestlichen Bereich des Betriebsgeländes im Anschluss an die bestehenden Lagerhallen auf einer Gundfläche von etwa 102 Mal 46 Meter entstehen und erhält eine seitliche Wandhöhe von 41,97 Meter.

Hochmoderne Elektrohängebahn geplant

Die vorbereitenden Arbeiten sind dabei bereits voll im Gange. Der genehmigte Hangverbau mit der neuen Feuerwehrumfahrt ist fertiggestellt und auch die Teil-Abbrucharbeiten im Bereich Court 7 laufen auf Hochtouren. Zur Beschickung des neuen Hochregallagers ist eine hochmoderne Elektrohängebahn geplant, die über den bestehenden Hallen, die eine Höhe von 10 bis 12 Meter aufweisen, die Abfüllanlagen mit dem neuen Lager verbinden wird.

Die Gestaltung der hohen Fassade mit kleinteiligen, farbigen Paneelen in warmen Grautönen wurde bereits in den Vorplanungen immer wieder im Bauleitverfahren abgesprochen, und wird im Zuge der Baugenehmigung nochmals detailliert mit dem Landratsamt abgesprochen. Trotz der Höhe werde das neue Bauwerk in seiner ganzen Dominanz nur aus dem gegenüberliegenden Bereich des Schwesternheims und der Quellenanlage zu sehen sein.

In der Diskussion bemängelte Gemeinderat Willi Geistanger das seiner Ansicht nach mangelnde Engagement der Bauherren zur Begrünung der hohen Fassade. Einige Ratskollegen und Bürgermeister Thomas Kamm hatten kein Verständnis für diese Einstellung und beriefen sich auf die bereits mehrmals angesprochenen statischen Probleme, die eine Eingrünung der Fassade unmöglich machen würden.

Mit zwei Gegenstimmen aus der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen stimmte das Gremium schließlich dem Neubau zu.

Aufträge für fast 800 000 Euro vergeben

Amtsleiter Hermann Haslinger gab zudem Entscheidungen des Rates aus der letzten nichtöffentlichen Sitzung bekannt:

Die Firma Swietelsky Bau GmbH aus Traunstein bekam den Zuschlag für den Neubau der Erschließungsstraße zum »Gewerbegebiet Am Sportplatz«, mit der bereits in diesen Tagen begonnen werden soll. Fünf Angebote lagen dem Ingenieurbüro BSM Traunreut vor, mit 543 604 Euro blieb das Angebot der Firma Swietelsky für den Bau der neuen Straße zwischen Hochstraße und dem Sportplatzgelände deutlich unter den geschätzten Kosten. Aus der Auftragssumme entfallen noch etwa 50 000 Euro, die das Straßenbauamt für den Bereich der Abzweigung und der Abbiegespur übernehmen wird.

Außerdem wurde im Rahmen des Straßensanierungskonzepts der Auftrag für die Sanierung der Reichhausener Straße mit einer Deckenverstärkung an den günstigsten von sechs Bietern vergeben. Für 155 182 Euro wird die Firma Traun-Tiefbau GmbH in Kürze mit den Arbeiten beginnen. Bereits im Gange sind die Sanierungsarbeiten am Hochbehälter Spirka, die vor der Sitzungspause für die Summe von 97 706 Euro an die Firma Aqua Stahl aus Kißlegg vergeben wurde. Auch hier lagen dem Bauamt sechs Angebote zur Auswahl vor. Ein Nebenangebot der Firma zur Verringerung der Schichtstärke wurde ebenfalls übernommen, sodass sich die Kosten für die Gemeinde Siegsdorf vermutlich noch um etwa 5500 verringern werden. FK

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