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Hoch oben thront das Maskottchen

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Vor dem letzten »Hauruck« noch ein kräftiger Schluck: »Richtmoasta« Martin Schmid (links) und Maibaum-Initiator Alexander Ringsgwandl. (Foto: Schick)

Ruhpolding – Mit 27 Metern ist er zwar nicht der Längste in der Umgebung, der Originellste seiner Art aber sicherlich: der Froschseer Maibaum, der am Wochenende bei idealen Bedingungen auf dem Anger vor dem Aschenauer-Hof aufgestellt worden ist. Denn das neue Wahrzeichen ziert nicht irgendeine herkömmliche Spitze, sondern eine mit lustigem Lokalkolorit: der über allem thronende Frosch.


Bis das blecherne Maskottchen seinen landschaftlichen »Premium-Standplatz« mit grandioser Aussicht auf den Rausch- und Kienberg, den Zwiesel und den Zellerberg einnehmen konnte, mussten die Froschseer Burschen allerdings mehrmals in die Hände spucken, um das Traditionsstangerl in die Vertikale zu befördern. Doch angeführt vom lautstarken Kommando des erfahrenen »Richtmoasters« Martin Schmid aus Vachendorf und begleitet von den Klängen der Trachtenkapelle »D' Rauschberger-Zell« war die schweißtreibende Arbeit nach eineinhalb Stunden getan.

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Nachdem das Aufstellen wegen des schlechten Wetters eine Woche verschoben worden war, hatten die Organisatoren diesmal richtiges Wetterglück. Allerdings mussten sie den Maibaum, gezogen von einem Zweispänner, mehr oder weniger selbst anliefern. Denn die Diebe von der Freiwilligen Feuerwehr waren wegen ihres 24-Stunden-Einsatzes beim Berufsjugendfeuerwehrtag anderweitig gebunden.

Der Stimmung unter den etwa 150 Schaulustigen tat dies indessen keinen Abbruch. Da sich die Gegend rund um den Froschsee auf die Gemeinden Ruhpolding und Inzell verteilt, nutzten die Einheimischen von hüben und drüben die zünftige »Grenzerfahrung« als willkommene Gelegenheit, bei Speis und Trank »den Herrgott einen guten Mann sein zu lassen.«

Der Reinerlös der Brauchtumsveranstaltung kommt dem Musikantennachwuchs zugute. ls