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Historischer Verein Traunstein feiert 125. Geburtstag

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Traunstein. Der Historische Verein für den Chiemgau zu Traunstein hat viel vor im heurigen Jubiläumsjahr. Auf der Jahreshauptversammlung in der Zieglerwirtsstube des Hei-mathauses stellte der Vorsitzende des Vereins, Hans Helmberger, das Programm anlässlich der 125-jährigen Gründung vor und hielt auch einen Rückblick auf das vergangene Jahr.


Oberbürgermeister Manfred Kösterke verdeutlichte in seinem Grußwort den Stellenwert des Vereins sowie des Heimathauses. Neben seinem Dank an den gesamten Vorstand für das Engagement um die Erforschung und Bewahrung der heimischen Geschichte ging Kösterke besonders auf die Bedeutung der Straßenbücher ein, in denen die Vereinsmitglieder Helmut Kölbl und Werner Paul Hellmuth das Aussehen der Traunsteiner Straßen früher und heute dokumentieren. Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Straßen, die nun bildlich festgehalten sind, um weitere 35 auf 111 Fotobücher gestiegen. Wobei 2013 etwa 9000 neue Bilder verarbeitet wurden, und insgesamt für alle Fotobücher über 27 000 Fotos.

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Diese Arbeit sei nicht nur ein wertvoller Schatz für die Dokumentation Stadtgeschichte, sagte Kösterke, sondern auch von unschätzbarem Wert für die Bürger. »Bei Hausbesuchen zu Jubiläen werde ich oft angesprochen, dass die Familien erst durch die Herren Kölbl und Hellmuth etwas über die Geschichte ihres Hauses und ihrer Straße erfahren haben.«

Weitere Arbeiten am Heimathaus

In Bezug auf das Heimathaus berichtete Kösterke den Vereinsmitgliedern, dass im ver-gangenen Jahr einiges an dringend notwendigen Reparaturen erledigt worden sei. Er betonte, dass der Stadt sehr wohl das Alter des Hauses bewusst sei, was bedeute, dass auch für die Zukunft noch einiges an Arbeit anstehe. »Wir werden uns ums Dach und die Fassade kümmern und es wird demnächst ein neues Depot fürs Heimathaus geben, damit die räumliche Enge etwas verbessert wird. Außerdem werden wir versuchen das Gebäude in der Zukunft räumlich auszuweiten«, versprach Kösterke.

Vereinsvorsitzender Hans Helmberger berichtete, dass der Verein im vergangenen Jahr 40 neue Mitglieder gewinnen konnte. Er erläuterte zudem die Veranstaltungen, die im Jubiläumsjahr geplant sind. Den Auftakt bildet der Festabend am 28. März im Rathaus, gefolgt von zwei Ausstellungen über den Kirchenmaler und Historiker Max Fürst. Diese Ausstellung ist zweigeteilt: In der Klosterkirche geht es um den Künstler und seine Werke, im Heimathaus wird die Arbeit des gebürtigen Traunsteiners als Heimatforscher näher beleuchtet. Beide Ausstellungen beginnen am 17. April. Die Schau in der Klosterkirche endet am 11. Mai, der Teil im Heimathaus läuft bis 9. Juni.

Als Begleitprogramm zu den Ausstellungen ist eine Exkursion nach Straubing geplant, wo Max Fürst künstlerische Werke hinterlassen hat. Zudem sind Besuche in umliegenden Kirchen geplant, in denen ebenfalls Gemälde des Künstlers zu sehen sind. Die Termine für diese Ausflüge werden kurzfristig bekannt gegeben.

Weitere Ausflugsziele sind Regensburg zur Landesausstellung über Kaiser Ludwig den Bayern, in die Glockenschmiede nach Ruhpolding und zur Maxhütte nach Bergen. Im Herbst beginnt auch wieder die Vortragsreihe in der Zieglerwirtsstube. Der Leiter des Heimathauses, Jürgen Eminger, wies im Zusammenhang mit den geplanten Veranstaltungen noch auf die Reihe »Erzählcafé hin«, an der sich der Historische Verein auch heuer wieder beteiligt.