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Hirschkuh verendete qualvoll an Schussverletzung

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Diese Hirschkuh verendete qualvoll, nachdem ein Wilderer mit einem Kleinkalibergewehr auf sie geschossen hatte. Das Muttertier hatte ein etwa zwei Monate altes Kalb, das noch gesäugt wird; es muss nun verhungern.

Schleching. Ein Wilderer verletzte eine Hirschkuh so schwer, dass das Tier Stunden später qualvoll verendete. Dem Kalb der Hirschkuh droht ein ähnliches Schicksal: Es muss verhungern.


Wie die Polizei Grassau am Montag mitteilte, fand ein Jäger am frühen Sonntagmorgen im Bereich der Steinbergalm das verendete Tier im Wald. Die Hirschkuh war offensichtlich während der Nacht von Samstag auf Sonntag mit einem Kleinkalibergeschoss angeschossen worden und verendete wenige Stunden später an ihrer schweren Schussverletzung.

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Besonders tragisch dabei ist, dass die Hirschkuh Mutter eines etwa zweimonatigen Hirschkalbes ist, das noch dringend auf die Muttermilch angewiesen ist. Von dem Hirschkalb fehlt trotz intensiver Suche bisher jede Spur, sodass der Jäger davon ausgeht, dass es ohne Mutter nur wenige Tage überleben wird.

Die Suche der Polizei mit Beamten der alpinen Einsatzgruppe am Sonntag nach dem rücksichtslosen Wilderer blieb erfolglos. In diesem Zusammenhang wird ein etwa 50 Jahre alter Mann mit einer roten Baseballmütze und einem roten Rucksack gesucht, der sich zur fraglichen Zeit in dem Gebiet aufgehalten hat. Außerdem sollen sich diejenigen Bergwanderer, die am Sonntagmorgen im Bereich der Steinbergalm an den südlichen Abstürzen der Kampenwand unterwegs waren, sich bei der Polizei Grassau (Telefon 08641/9541-0) melden, wenn sie Hinweise zu einem solchen Mann geben können.

Blattl Sonntag Traunstein