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Hinsehen, wenn andere wegschauen

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Im Bild (vorne von links): 3. Bürgermeisterin Waltraud Wiesholler-Niederlöhner, PP Robert Kopp, Katharina Meister, Michael Lex, Bianka Mészorós, Bernd Harnyß, Stefanie Mayerhof. Und hinten von links: Philipp Wildner, Polizeihauptkomissar Christoph Abfalter, Maximilian Neuhauser, Sofie Häusler und Polizeioberrat Rainer Wolf. Foto: Wannisch

Traunstein – Die Aufregung ist Katharina Meister und Michael Lex am Dienstagnachmittag bei ihrem ersten Streifengang über den Traunsteiner Stadtplatz noch deutlich anzumerken.


Noch ist das Terrain ungewohnt, doch schon bald werden Meister und Lex wie selbstverständlich zum Stadtbild gehören.

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Sie sind zwei der derzeit acht neuen, ehrenamtlichen Mitglieder der Sicherheitswacht Traunstein. Am Dienstag erhielten sie aus den Händen von Polizeipräsident Robert Kopp ihre Urkunden sowie Ausrüstung überreicht. Dazu zählen neben den dunkelblauen Shirts und Jacken und einer gelben Armbinde mit dem weißen Schriftzug Sicherheitswacht ein Ausweis mit Lichtbild, ein Funkgerät als direkter Draht zur Polizeistation Traunstein sowie eine schwarze Einsatztasche mit Erste-Hilfe-Set, Schreibblock und Stift sowie einer Taschenlampe, einem Pfefferspray und ein Fotoapparat.

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Psychotherapeutin Katharina Meister und Finanzamtsmitarbeiter Michael Lex gehören zur Traunsteiner Sicherheitswacht – und sind seid Dienstagnachmittag in Traunstein auf Streife. Foto: Wannisch

Polizeipräsident Kopp betonte, »der Schutzmann wird durch die Sicherheitswacht ergänzt, nicht ersetzt«. Vielmehr gehe es darum, durch die sichtbare Präsenz der Sicherheitswacht, den Bürgern ein Mehr an Sicherheit zu vermitteln.

Polizeioberrat Rainer Wolf, Leiter der Polizeidienststelle Traunstein, freute sich, dass die acht Frauen und Männer ein ausgewogenes Spiegelbild der Traunsteiner Gesellschaft abgeben. Das Alter reiche von 20 bis 59 Jahren. Man habe keine Hilfssheriffs, sondern engagierte Bürger gewonnen, an die sich besorgte Traunsteiner wenden können. Sicherheitswachtlerin Sofie Häusler sagte zu ihrem Engagement: »Es gibt viele, die wegschauen, wir wollen hinsehen.« Dem schloss sich Stefanie Mayerhof an. Als Rettungsassistentin kenne sie die gute Zusammenarbeit mit der Polizei aus dem Arbeitsalltag. Das will sie auch auf Traunsteins Straßen umsetzen.

Präsenz zeigt die Sicherheitswacht künftig bei Festen wie dem Volks- oder Weinfest oder dem Christkindlmarkt, aber auch in den Grünanlagen, am Bahnhof oder an der Traun. vew

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