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Hilfe in allen Fragen der Inklusion

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Traunstein – Für Eltern und Erziehungsberechtigte von Kindern mit einer Behinderung ist die Frage nach dem bestmöglichen Schultyp für ihr Kind nicht immer einfach. Viele Fragen und Informationsdefizite zur schulischen Inklusion verunsichern nicht selten die Betroffenen. Abhilfe in der Beratung soll nun die neu eröffnete Inklusionsberatung für Grund-, Mittel- und Förderschulen im Landkreis Traunstein schaffen.


Die Einrichtung ist kein Einzelfall, sondern bayernweit installiert. In Rosenheim gibt es die Inklusionsberatung beispielsweise seit rund einem Jahr. In der Traunsteiner Beratungsstelle können sich die Betroffenen künftig an die Mitarbeiter wenden, um Informationen über Möglichkeiten der schulischen Inklusion in der Region und Beratung beim Übergang von der Kindertageseinrichtung zur Schule zu erhalten. Auch Informationen zu Angeboten schulischer und außerschulischer Unterstützung sind erhältlich. Im Schulamt, beziehungsweise bei den Mitgliedern des Beratungsteams ist man sich sicher, dass mit der Beratungsstelle ein weiterer, wichtiger Baustein im Ausbau des schulischen Angebots in Richtung Inklusion im Landkreis Traunstein entsteht.

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Für Eltern, die das richtige Angebot für ihr Kind mit Behinderung suchen, ist das Angebot inzwischen vielfältig und nicht immer ist erkennbar, welcher Schultyp sich am besten für das Wohl des Kindes eignet. So gibt es beispielsweise die Inklusion einzelner Schüler, Kooperationsklassen, Schulen mit dem Schulprofil Inklusion oder auch Klassen mit einem festen Lehrertandem. Aber auch Partnerklassen und offene Klassen an Förderschulen sind Teil des Angebots. Für die Eltern und Erziehungsberechtigten oft ein »Dschungel« an Möglichkeiten. Die angebotene Beratung soll Abhilfe schaffen und aus den vielfältigen schulischen Möglichkeiten das optimale Angebot für ihren Schützling aufzeigen.

Das Fachteam der Inklusionsberatung besteht aus einer Schulpsychologin und zwei Sonderschulpädagogen. Eine intensive Zusammenarbeit mit außerschulischen Einrichtungen und Fachkräften wie beispielsweise Kinderärzten, Kindergärten, Beratungslehrkräften, der Agentur für Arbeit und Behindertenbeauftragten ist Teil der Beratungsarbeit.

Eine persönliche Beratung erfolgt nach individueller Terminabsprache. Dienstags von 9 bis 11 Uhr und donnerstags von 11.30 bis 12.30 Uhr besteht die Möglichkeit für telefonische Sprechzeiten, Telefonnummer 0861/58 663. Dass man hier keiner Schule »verpflichtet« ist und eine Bereicherung für ratsuchende Eltern sein kann, macht Schulamtsdirektor Mayer deutlich: »Die Beratung ist neutral, kostenfrei und unterliegt der Schweigepflicht.« awi