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Hilfe für Benin und Simbabwe

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Viele fleißige Helfer waren auch diesmal wieder am Werk, um den riesigen Container mit Hilfsmitteln für Simbabwe zu füllen. (Foto: H. Eder)

Waging am See. Rosa Blank aus Otting hat mit vielen Helfern innerhalb von zwei Wochen zwei Container mit nützlichen Dingen beladen und nach Afrika auf den Weg gebracht. Einer ging ausnahmsweise nach Benin, um ein Projekt von Pfarrer Jonathan Capo-Chichi zu unterstützen, der vor Kurzem schon zum zweiten Mal im Pfarrverband Waging Urlaubsvertretung war. Der andere Container hatte wieder Simbabwe zum Ziel, wie zuvor schon weit über 100 andere.


Geld mühsam bei Flohmärkten verdient

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Der Container nach Benin war vor allem mit Schultischen voll, weil dort in einem Wohnhaus eine Schule entstehen soll. Pfarrer Capo-Chichi hatte während seines Aufenthalts die Situation in seinem Land geschildert und sein Projekt vorgestellt. Rosa Blank hat daraufhin kurzfristig einen Container organisiert. Die Frachtkosten sind glücklicherweise deutlich niedriger als nach Simbabwe.

Denn ein 40-Fuß-Container nach Simbabwe kostet jedes Mal 10 000 Euro Fracht. Rosa Blank schafft es mit ungebrochenem Einsatz immer wieder, das Geld zusammenzubringen. So ist sie immer wieder auf Märkten – beispielsweise zuletzt regelmäßig beim Bauernmarkt in Waging oder bei Flohmärkten in Freilassing und Bad Reichenhall, um hier vor allem von ihrer Schwester gestrickte Artikel anzubieten. Zum Glück erhält sie aus ganz Deutschland immer wieder Spenden.

Der Container nach Simbabwe enthält wie üblich zumeist gebrauchte Artikel: Rollstühle, Fahrräder, Nähmaschinen, Krankenhausbedarf, Medikamente, Kleidung, gestrickte Decken und Lebensmittel. Der zwölf Meter lange Container ist bis zum Anschlag voll. Zahlreiche Helfer waren in Freimann und haben die großen Gegenstände und all die kleineren Sachen eingeladen.

Diesmal war auch Georg Fleck aus der Koblenzer Gegend dabei. Der 52-jährige, selbstständige Elektromeister leistet sich seit acht Jahren den »Luxus«, Jahr für Jahr drei Monate lang nach Simbabwe zu fahren, um an Projekten mitzuarbeiten: etwa beim Bau von Solarwasserpumpen und ähnlich nützlichen Dingen. Sein Einsatz gilt einem Kinderheim in Driefontein mit 50 Waisenkindern, das von Schwester Evelyn Nhongonhema geleitet wird. Er hatte in seiner Jugend drei Jahre lang als Entwicklungshelfer gearbeitet, kam dann mit dem Waisenhaus in Kontakt und unterstützt dieses seitdem immer wieder.

Hilfe kommt aus ganz Deutschland

Es sind Leute wie er, die die Hilfe von Rosa Blank immer wieder möglich machen. Vor allem sind es engagierte Gruppen aus der Waging-Ottinger Gegend, zum anderen auch aus Freilassing, Obing und Altötting. Gerade in Altötting hatten viele Leute die, inzwischen verstorbene, Ärztin Dr. Maria Eder unterstützt, die 40 Jahre lang in Simbabwe gearbeitet hat. Letztlich aber wird über ganz Deutschland hinweg zusammengearbeitet, überall werden gebrauchte Gegenstände gesammelt und auch neue gekauft. Vor allem gehen auch immer viele Nahrungsmittel mit auf die Reise.

Denn, wie Rosa Blank immer wieder berichtet, es herrschen unglaubliche Zustände in diesem Land, und der Ausgang der letzten Wahl lasse keine Besserung erwarten. Die Armut in Simbabwe sei schier hoffnungslos. Alle paar Tage bekomme sie Anrufe und Briefe mit der Bitte nach weiteren Lieferungen – die Aktion wird also gewiss weitergehen. he