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Heuer bereits sieben Borreliose-Fälle im Landkreis

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Trage immer eine Zeckenzange oder eine Pinzette bei Dir, um die blutsaugenden Spinnentiere im Fall der Fälle gleich vor Ort entfernen zu können! (Foto: Poschinger)

Mit den steigenden Temperaturen hat auch die Zeckensaison in der Region wieder begonnen. Heuer könnte es durch den milden Winter besonders viele Zecken geben, wie Dr. Stephan Gebrande vom Gesundheitsamt am Traunsteiner Landratsamt bestätigt. Damit steigt auch das Risiko an Borreliose mit möglichen Schäden an Haut, Gelenken, Herz und Nerven oder der lebensbedrohlichen Hirnhautentzündung FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) zu erkranken. Wie man sich vor den gefährlichen Krankheiten schützen kann, was man im »Notfall« macht und wo es im Landkreis besonders viele Fälle gibt, erklärt Dr. Gebrande im Interview mit dem Traunsteiner Tagblatt.


Herr Dr. Gebrande müssen wir uns durch den milden Winter heuer auf besonders viele Zecken einstellen?

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Man kann auf jeden Fall sagen, dass die Zeckensaison bereits begonnen hat. Sobald die Temperaturen zwischen 6 und 8 Grad liegen, werden sie aktiv. Nach so einem milden Winter, wie dem vergangenen, sind sie natürlich verstärkt vorhanden, da im Winter weniger Zecken abgestorben sind.

Dazu zählen FSME und Borreliose. Wie viele Fälle gab es zuletzt im Landkreis Traunstein?

Wir liegen deutschlandweit in einem Risikogebiet. Im Hinblick auf FSME hatten wir 2013 insgesamt fünf Fälle und 2014 weitere drei. Auch heuer wurde uns bereits ein Fall gemeldet. Seit dem März 2013 sind auch Borreliose-Fälle meldepflichtig. Damals hatten wir noch im Jahr 2013 insgesamt 81 Fälle. 2014 waren es dann 45 und heuer wurden bereits sieben Fälle im Gesundheitsamt gemeldet.


Wer ist besonders gefährdet?
Das sind zum einen natürlich alle, die beruflich oder in ihrer Freizeit viel in Gebüschen oder im hohen Gras unterwegs sind. Aber auch spielende Kinder im Garten gehören dazu. Zecken fallen ja nicht von den Bäumen, sondern warten im etwa ein Meter hohen Gras, bis der »Kunde« vorbeikommt. Falsch ist mittlerweile auch der Glaube, dass es über 1000 Höhenmeter keine Zecken gibt. Durch die Klimaveränderung hat sich dies verändert und man sollte auch in Gipfelnähe aufpassen.

Das komplette Interview lesen Sie am Mittwoch, 13. Mai, im Traunsteiner Tagblatt.