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Herrenchiemsee wird zur Hochzeitsinsel

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Der von der Bayerischen Schlösserverwaltung betreute Bibliothekssaal im Konventstock, ein bedeutender Raum des beginnenden Rokoko, ist zur Einrichtung einer Stiftsbücherei in den Jahren 1738 / 1739 geschaffen worden. Er ist nach den Entwürfen des berühmten Münchner Hofmalers und Stukateurs Johann Baptist Zimmermann in spätbarocken Formen ausgestattet. Bis zu 100 Menschen können darin an einer standesamtlichen Trauung teilnehmen. Die Nähe zur Bootsanlegestelle, zu der ehemaligen Pfarrkirche St. Maria und zur neu renovierten Schlosswirtschaft Herrenchiemsee würde viele Vorteile bieten, so Minister Söder. Für Stehempfänge stehe bei schönem Wetter der angrenzende Rosenhof des Augustiner-Chorherrenstifts zur Verfügung.


Die Raummiete für standesamtliche Trauungen im Bibliothekssaal soll 300 Euro netto pro Trauung zuzüglich des Aufsichtspersonals und der Umsatzsteuer sowie die Gebühr des Standesamtes betragen, ergänzte der Chef der Garten- und Schlossverwaltung, Josef Austermayer.

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Aktuell, so Söder, müsse jetzt noch eine Abstimmung der Einzelheiten mit dem zuständigen Standesamt der Verwaltungsgemeinschaft Breitbrunn, das auch für die Gemeinde Chiemsee zuständig ist, erfolgen. »Sobald dies erfolgt, können standesamtliche Trauungen im Bibliothekssaal stattfinden, hob Söder hervor. Interessant ist, dass auch die Fraueninsel schon lange als Hochzeitsinsel gilt, wie der Bürgermeister der Gemeinde Chiemsee, Georg Huber, betonte. Das Standesamt Breitbrunn führe dort im Jahr über 200 Trauungen durch. Finanzminister Markus Söder erklärte, dass es schon lange Überlegungen gäbe, im Augustiner-Chorherrenstift ein Hochzeitszimmer einzurichten. Die Herreninsel sei schließlich einer der schönsten Plätze in ganz Bayern.

CSU-Stimmkreisabgeordneter Klaus Stöttner freute sich, dass Herrenchiemsee jetzt auch als Hochzeitsinsel gelten könne: »Das ist ein Baustein für den Tourismus.« th