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Herausforderung grandios gemeistert

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Drei Kapellmeister auf einen Blick: Der zukünftige der Ringham-Pettinger, Andi Resch (Mitte), dirigierte, während der vorherige, Anton Weibhauser (links), und der jetzige, Harald Rehrl, gemeinsam ein Horn-Solo spielten. (Foto: Albrecht)

Petting. »Da habt ihr euch aber viel getraut, mit den Stücken von Verdi, Wagner und Webber«, hat ein begeisterter Besucher nach dem Herbstkonzert der Musikkapelle Ringham-Petting in der Turnhalle der Pettinger Schule zu einem der Musikanten gemeint. »Ja mei, traut. Ums Trauen ist es eigentlich gar nicht gegangen«, meinte dieser trocken. »Mia san einfach dazu herausg´fordert worden vom Dirigenten«. Aber auch er zeigte sich glücklich über die Herausforderung und wie grandios diese gemeistert worden war im Konzert. Einen Wermutstropfen gab es aber auch, nämlich die Verabschiedung von Anton Weibhauser, der in den vergangenen zehn Jahren Kapellmeister war.


Als Interims-Dirigent, der den Taktstock schwingen wird, bis Andi Resch in einigen Monaten seine Kapellmeister-Ausbildung abgeschlossen haben wird, ist darum schon vor einiger Zeit Harald Rehrl engagiert worden. Rehrl war es auch, der die Kapelle mit den konzertanten Stücken herausforderte. Bei der guten Verfassung, in der Weibhauser die Kapelle an ihn übergeben hatte, war Rehrl sich aber schon im Vorfeld sicher, dass die Kapelle diese Herausforderungen schaffen würde.

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Das erste Stück des Konzertes, der Konzertmarsch »Mens sana in corpore sano« von Geert Sprick, war zugleich jenes, mit dem der bisherige Kapellmeister Anton Weibhauser seinen Abschied nahm. In einer rührenden Abschiedsszene nach dem Marsch lobte Vorsitzender Michael Haunerdinger die hervorragenden Leistungen Weibhausers.

Dann übergab dieser den Dirigentenstab an Harald Rehrl. Er eröffnete seinen Teil als Leiter des Konzerts sehr schwungvoll und passend mit dem Konzertmarsch »Opening« von Ernst Hoffmann. Danach war »Einzug der Gäste aus Wartburg« aus »Thannhäuser« von Richard Wagner zu hören. Sicher eine Komposition, an die sich nicht jede »Dorfkapelle« herantrauen würde. Die Ringham-Pettinger überzeugten aber auf der ganzen Linie.

Auch bei der darauf folgenden Ouvertüre aus »Nabucco« von Giuseppe Verdi bewies die Kapelle ihre Klasse. Im »Klarinetten-Muckl« von Gustav Peter zeigten Christina und Romana Ramgraber an ihren Klarinetten, welch hervorragende Solisten in der Ringham-Pettinger Kapelle integriert sind. Danach gab es noch den Marsch »Regimentskinder« von Julius Fucík zu hören.

Seine Premiere als zukünftiger Kapellmeister gab Andi Resch, als er die »Zimmermann-Polka« von Antonin Zsacek dirigierte, bei der die vorhergehenden und jetzigen Dirigenten, Anton Weibhauser und Harald Rehrl, auf Tenor- und Baritonhorn das Solo spielten.

Dann übernahm Harald Rehrl wieder das Kommando bei einem der schwierigsten Stücke, an die sich die Ringham-Pettinger wohl bisher getraut haben dürften, einem Medley aus »The Phantom of the Opera« von Andrew Lloyd Webber und gleich danach noch einem weiteren desselben Komponisten mit »Don´t cry for me Argentina«, aus der Oper »Evita«.

Nach dem Abschlussapplaus und »Zugabe«-Rufen ließen sich Rehrl und die Kapelle zu zwei weiteren Stücken überreden, nämlich zu »Bergwerk« und der »Marie-Polka«. al

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