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Helmut Götzinger ist neuer Leiter des BSZ

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Helmut Götzinger ist neuer Schulleiter des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums Traunstein. Unser Foto zeigt ihn mit Anneliese Willfahrt von der Regierung von Oberbayern (links) und seiner Frau Astrid. (Foto: Buthke)

Traunstein – Gleich zwei besondere Anlässe zum Feiern gab es im Staatlichen Beruflichen Schulzentrum (BSZ) Traunstein: die Amtseinführung von Studiendirektor Helmut Götzinger als neuen Schulleiter und die Einweihung der Staatlichen Fachakademie für Sozialpädagogik. Götzinger tritt die Nachfolge von Oberstudiendirektorin Barbara Spöttl an, die über zwei Jahre das BSZ neben ihrer eigenen Schule, der Berufliche Oberschule Traunstein, mitgeleitet hat.


Das Ministerium habe sich für eine eigene Schulleitung des BSZ entschieden, weil mit der Gründung der neuen Fachakademie für Sozialpädagogik eine entsprechende Schülerzahlsteigerung verbunden sei, stellte Anneliese Willfahrt, Abteilungsdirektorin von der Regierung von Oberbayern, bei der Feierstunde in der Aula des Schulzentrums fest.

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Da nun auch die Leitung der Staatlichen Berufsschule II Traunstein, die bis jetzt von Wolfgang Kurfer von der Staatlichen Berufsschule I mitgeleitet werde, eigens besetzt werde, sei die Schulleitersituation der Traunsteiner Berufsschulen wieder gut geregelt. Willfahrt gratulierte Götzinger, der seit zehn Jahren ständiger Vertreter des Schulleiters der Berufsschule II war, zu seiner neuen Aufgabe. »Sie haben mit diesem neuen Amt eine schöne und gleichzeitig herausfordernde Aufgabe übernommen.« Seit 22 Jahren sei er in Traunstein beruflich tätig und kenne dadurch die hiesigen Verhältnisse sowie die Ansprech- und Kooperationspartner sehr gut.

Als besondere Aufgabe kommt für Götzinger der Neuaufbau der Staatlichen Fachakademie für Sozialpädagogik hinzu, so Willfahrt weiter. In Oberbayern gebe es 20 Fachakademien, eine private davon ist vom Diakonischen Werk in Traunstein. »Mit der Gründung der neuen staatlichen Fachakademie wollte man erreichen, dass alle Schüler der Region, die einen Abschluss als Erzieher anstreben, einen Schulplatz in Traunstein erhalten können und so dem Fachkräftemangel in sozialpädagogischen Einrichtungen entgegenwirken und das Profil des hiesigen Schulzentrums schärfen.« Aufgrund der vorhandenen Berufsfachschule für Kinderpflege, der Kooperationen für Praktika und des sehr erfahrenen Lehrpersonals seien die Startvoraussetzungen ideal.

»Stolz, Schulleiter des Schulzentrums zu sein«

Studiendirektor Götzinger erinnerte daran, dass er bereits vier Jahre die Schulen des BSZ mitgeleitet habe. Bedeutend sei für ihn eine gute und effiziente Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen Lehrkräften, Eltern, Schülern, Schulleitung und Regierung. »Eine Schule zu führen, heißt für mich, die unterschiedlichsten Bereiche zusammen zu halten und sie zu einem gemeinsamen Ziel zu führen«, so Götzinger. Eine gute Schule sei mehr als nur Unterricht. Sie schaffe Identifikation. Die Eltern erwarteten zu Recht, dass ihre Kinder Wissen und Werte vermittelt bekämen. Jedoch könne die Schule nicht allein die Verantwortung für die Erziehung tragen. »Ich bin stolz, Schulleiter dieses beruflichen Schulzentrums zu sein, das Chancen für viele junge Leute bietet und nicht umsonst ein Erfolgsmodell darstellt.«

Zur Einweihung der Fachakademie sagte er, er danke seinem Kollegium, dass es die Herausforderung mit großem Engagement und Organisationstalent gemeistert habe. Sein Dank galt ebenfalls den Landtagsabgeordneten Gisela Sengl und Klaus Steiner, dem Landkreis und der Regierung für den Mut, das Engagement und die Tatkraft, mit denen sie sich diesem Projekt gestellt und es ermöglicht hätten.

Kinder aus allen Schichten fördern und integrieren

Gerade auch im Hinblick auf die vermehrte Zuwanderung steige der Bedarf an Erziehern in den Kindertagesstätten stetig. Um den zu erwartenden Ausbau von Kinderkrippen, Hortplätzen und Kindergärten personell stemmen zu können, brauche man gut ausgebildetes Personal. Man stehe vor der Aufgabe, Kinder aus allen gesellschaftlichen Schichten, mit unterschiedlichen sozialen, ethnischen und religiösen Hintergründen zu fördern und zu integrieren. »Unsere neue Fachakademie wird mit ihren Lehrern und Schülern einen entscheidenden Beitrag dazu leisten«, betonte Götzinger.

Auf den zum Teil dramatischen Personalmangel in der Kinderbetreuung und die oft schwierige Personalsituation in den Kindertagesstätten wiesen auch die Landtagsabgeordnete Gisela Sengl, der stellvertretende Landrat Sepp Konhäuser und Traunsteins Oberbürgermeister Christian Kegel hin. Sengl brachte den Vorschlag einer mobilen Reserve im Fall von Krankheit oder Schwangerschaft wie bei den Schulen. Ebenso forderte sie mehr Männer in der Kinderbetreuung, denn es sei für die Kinder wichtig, dass die Geschlechter gleich vertreten seien.

Mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung als Lehrer der Berufsschule II sei Götzinger der richtige Mann, stellte Konhäuser fest. Das BSZ sei ein leuchtendes Beispiel für die Stärke der beruflichen Bildung, das eine weitere Aufwertung durch die Fachakademie für Sozialpädagogik erfahre. »Die Fachakademie bedeutet eine strategische Stärkung dieses Kompetenzzentrums für soziale Berufe und ist eine Antwort auf den großen Bedarf an Erzieherinnen und Erziehern in unserer Region«, sagte Konhäuser.

Die jetzt 31 Schulen und Bildungseinrichtungen seien ein wichtiger Standortfaktor für die Stadt, sagte Traunsteins Oberbürgermeister Kegel. »Umso mehr freut es mich, dass wir heute die Staatliche Fachakademie einweihen können. Sie kommt gerade rechtzeitig, denn der Bedarf an Erzieherinnen und Erziehern ist gleichbleibend hoch.« Zu Götzinger sagte er, mit der Leitung des BSZ liege ein vielseitiger, abwechslungsreicher, aber auch anspruchsvoller Wirkungsbereich vor ihm. Bjr

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