weather-image
20°

Helfen vor Ort ist jetzt auch im Internet möglich

3.8
3.8
Bildtext einblenden
Kein Geld für zusätzliche Ausgaben haben Bedürftige im Landkreis. Einer Seniorin und einer alleinerziehenden Mutter fehlen etwa das Geld für eine Brillenreparatur und eine neue Waschmaschine. Über das neue Internetportal »Helfen vor Ort« können Spender diesen Personen nun direkt helfen.

Traunstein. »Helfen vor Ort« heißt ein neues soziales Projekt im Landkreis Traunstein, für das Landrat Siegfried Walch vor kurzem »grünes Licht« gab. Es handelt sich dabei um eine Online-Spendenaktion für Menschen im Landkreis, die sich in unverschuldeten Notlagen befinden.


Es sind Dinge des Alltags, die aufgrund des geringen Einkommens nicht mehr möglich sind: Eine alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern kann keine neue Waschmaschine bezahlen, einer Seniorin fehlt das Geld für eine Brillen-Reparatur, bei einer weiteren Alleinerziehenden gab der Kühlschrank den Geist auf.

Anzeige

»Von Jung bis Alt, von Kindern bis zu Senioren – auch im Landkreis Traunstein gibt es Menschen, die es sehr schwer im Leben haben. Zu den Gründen gehören geringes Einkommen, niedrige Rente und Arbeitslosigkeit, aber auch Krankheit, Behinderung und schwere persönliche Schicksalsschläge«, so Familienbeauftragte Evi Schenkl, die zusammen mit Florian Seestaller von der Bürgerhilfsstelle am Landratsamt die Aktion betreut.

Manche der Betroffenen könnten sich Dinge nicht leisten, die für alle anderen selbstverständlich sind, etwa Lebensmittel, Winterkleidung, Zuzahlungen zu notwendigen Medikamenten oder die Reparatur der Brille. »Das sind keine seltenen Einzelfälle, sondern diese Menschen kommen immer wieder in die Familienstützpunkte oder in die Bürgerhilfsstelle«, berichtet Florian Seestaller.

Die einzelnen Schicksale, die unkomplizierte und schnelle Hilfe notwendig machen, sind auf der Internetseite des Landratsamtes unter www.helfen-vor-ort.com aufgeführt.

Viele Notsituationen konnte die 1990 vom damaligen Landrat Jakob Strobl ins Leben gerufene Bürgerhilfsstelle bereits lindern. Insofern ist die neue Aktion »Helfen vor Ort« die natürliche Fortsetzung dieser meist diskret ablaufenden Aktivitäten im Online-Zeitalter.

Auf der von Evis Schenkl und Florian Seestaller betreuten Internetseite sind konkrete Beispiele genannt, wofür finanzielle Unterstützung gebraucht wird. Seestaller: »Selbst mit geringen Spenden kann oft ganz oder teilweise geholfen werden.« Nach wie vor ist es aber auch möglich, mit Spenden ohne Zweckbindung die Arbeit der Bürgerhilfsstelle zu unterstützen.

Für Landrat Siegfried Walch gibt es keine Frage: »Der Landkreis stellt für diese Aktion das Personal und kommt für die Sachkosten auf. Jeder Euro kommt daher zu 100 Prozent Bedürftigen zu Gute.«