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Heizwerk: Jetzt geht's in den Probebetrieb

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Die neue Tettenhausener Heizzentrale ist fertig: Das Foto zeigt den aus gestalterischen Gründen teilweise im Gelände versenkten Bau. Jetzt beginnt der Probebetrieb. (Foto: Eder)

Waging am See – Die Arbeiten am Neubau des Heizwerks Tettenhausen sind weitgehend abgeschlossen. Der Start für die Erprobungs- und Anheizphase ist diese Woche. Damit liege man voll im Zeitplan, so der Leiter der Gemeindewerke Waging, Heinrich Thaler.


Der Probebetrieb mit allen erforderlichen Tests und Abnahmen wird etwa zwei Wochen lang dauern. Dabei werden unter anderem alle elektrischen Antriebe, Pumpen und Fördereinrichtungen getestet. Dann werden die beiden neuen Heizkessel mit Scheitholz behutsam von Hand angeheizt, damit der Schamott-Einsatz aushärtet. Erst dann kann das Probeheizen mit den Hackschnitzeln beginnen.

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Der Probelauf muss zeitlich begrenzt sein, da bis zu diesem Zeitpunkt nur das Heizwasser im neuen Pufferspeicher mit 30 000 Litern und der Wärmeleitung bis zum Feuerwehrhaus zur Verfügung stehen. Wenn dabei alles zuverlässig abläuft, wird der Heizstrang in Richtung Strandbad in der Nacht auf den 17. Januar umgeschlossen. Der zweite Strang folgt dann in der Nacht auf den 24. Januar. Eine Woche lang sollen die beiden Stränge noch parallel laufen.

Gleichzeitig wird dann noch der vorhandene Ölkessel eingebunden, der allerdings nur noch für die Ausfallsicherheit in Notsituationen bestehen bleibt. Damit würde dann spätestens ab Ende Januar der Regelbetrieb über die neue Heizzentrale laufen – und der Einsatz von Öl statt Hackschnitzel, wie er zuletzt seit Jahren notwendig war, wäre dann Geschichte, wie Werkeleiter Thaler zufrieden feststellt. Der alte Hackschnitzelkessel, der all die Jahre über Probleme bereitet hatte, ist inzwischen ausgebaut.

Und für einen guten Neustart ist auch die Versorgung des Heizwerks mit Hackschnitzeln gesichert. Rund 1700 Kubikmeter sind eingelagert, 1000 davon in der Lagerhalle der Gemeindewerke in Fisching und 700 in Tettenhausen. Bezüglich der künftigen Abwicklung der Hackschnitzelannahme sind Gespräche mit bäuerlichen Selbsthilfeeinrichtungen geführt worden. So soll die Annahme der Hackschnitzel vor Ort, deren Qualitätsprüfung, Klassifizierung und Dokumentation fremdvergeben werden – voraussichtlich an ein Kooperationsunternehmen aus Maschinenring und Waldbesitzervereinigung Laufen. Die Gemeindewerke ihrerseits nehmen mit eigenem Personal in Zukunft nur noch den technischen Betrieb, den Bereitschaftsdienst und die Verwaltungsaufgaben wahr.

Ein Tag der offenen Tür im Heizwerk ist für Samstag, 24. Februar, geplant. Hier können sich interessierte Bürger informieren. he